Dienstag /15. Januar
Sonntag / 24. Februar
«deK SMschrii liömMzM W-
Im Jagre
1861
Erkrankung derKönigin -Marie.
Empfang preußi-scher Gesandter.
Verelnswesen.
Sammlung fürGaeta.
Ernst Ntctschel
Or.
ie berwittwete Königin Marie / welche bereits seit zehn Tagen an einerEntzündung der Athnnmgsorgane litt / ist all den Masern erkrankt.
Für die Wledergenesung der übrigen Glieder der königliches: Familie ist an: vorige::Sonntage ü: sämmtlichen Kirchen des Landes cm Dankgebct gehalten und derAmbrostanische Lobgesang gesungen worden.
Sonnabend /16. Februar.
on einem Tonnte / welchem der Staatsmimster a. D. von Wietersheimangehört / wurde am 8. Februar zu werkthatiger Unterstützung des
Königs und der Königin von Neapel und ihrer Truppen in der vonden Plemontescn belagerten Festung Gacta öffentlich ausgefordert. Die inFolge dieses Aufrufs eingegangenen 2400 Thaler sollen / da die Festung inzwischencapitulu-t hat / der Königin Marie von Neapel zu geeigneter Verwendung übermitteltwerden. F«»
egen Mittag wird der am 21. Februar verstorbene Bildhauer ProfessorI)p. Kietschcl zur Kühe bestattet / nachdem sein Reichn am gestern in
seiner wcrkstatte / mitten unter den Entwürfen zu seiner legten großen Schöpfung/dem Luthcrdcnkmale für tVorms / öffentlich ausgestellt gewesen. Den: Sarge / aufwelchen der Bath einen frischen Lorbeerkranz auf seidenem Kissen n: den Farben derStadt niedergelegt hat / folgen em Adjutant des Königs / die Hofmarschalle derköniglichen Prinzen / mehrere Staatsnnmster / die Professoren der Kunstakademie undein langer Zug Leidtragender aus allen Schichten der Bevölkerung. Auf dem TrimtatlS-kirchhofe tragen die Schüler die sterbliche Hülle ihres Meisters zum Grabe / derVorsitzende des akademischen Rathes / Geheime Rath Kohlschütter / giebt ein Bildfeines Lebens und Wirkens und ruft ihn: den letzten Scheidegruß nach.
Ernst Friedrich
Mittwoch / zo. Januar.
n besonderer Audienz nimmt König Johann von dem preußischen
General der Infanterie von Wnssow die in .außerordentlicher Sendungüberbrachte Anzeige von den: Ableben des Königs Friedrich Wilhelm IV.und der Thronbesteigung Wilhelm s I. entgegen. Sodann überreicht derncuernannte preußische Gesandte an: hiesigen Hofe / von Savlgnp / dem Königesein Beglaubigungsschreiben. Htz,
s bestehen zur Zeit m Dresden 206 Vereine und zwar 25 für gewerbliche/volkswirthschaftliche und Standes-Intcressen / 24 zur Unterstützung m Krankhcits-und Todesfallen / 17 für geistige und sittliche Bildung / 20 für Musik / Kunst undWissenschaft / z zur Förderung der Gesundheit / 16 zu Wohlthatigkeitszwecken / 4 zuSchutz und Veredelung der Thiere / 4 für Bauzwecke / 29 zur Ausbildung in: Gesängeund 64 für gesellige Unterhaltung. ^
«C:z2