Druckschrift 
1 (1811)
Entstehung
Seite
164
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Hoffnung wieder. Auch hörte sie wieder die Stim-me der kleinen Mariane. Das arme Kind war vorErschöpfung eingeschlafen. Des Morgens kamder Vater des Kindes auf den Schutt, und suchtedie Seinigen. Er fand den Leichnam seiner Frau,die im sechsten Monate war. Sein Schrei desSchmerzes drang bis unter die Ruinen, und diesenhörte das Kind. Dieses sing nun auch an zu rufen,und wurde gehört. Man fing gleich an sie auszu-graben bei der Bewegung der Trümmer litt siesehr. Mail fand, daß sie ein Bein gebrochen hatte.Sie erzählte, daß die Magd neben ihr begraben seyund noch lebe. Man blieb am Nachgraben, undfand endlich die Füße von dieser. Man zog sie her-aus, sie war ganz mit Blut bedeckt, und fiel, alssie an die Luft kam, gleich in Ohnmacht. IhreAugen waren entzündet und voll Blut. Achtzeh»Nachte blieb sie schlaflos und erst nach sechs Wo-chen fing sie wieder an zu gehen.

Der Ort, wo man sie wiederfand, war eineha lbe Viertelstunde von der Stelle, von wo sie warweggeführt worden. Der Schrecken und die aus-gestandene Angst hat ihre Gesundheit auf immer zer-stört; sie bekommt noch von Zeit zu Zeit Zittern undAnfälle von Zuckungen.