sieht hier mehrere runde zylinderförmige Aushöhlu»-gen im Felsen, von denen man im ersten Augen-blicke nicht begreift, wie sie hingekommen, und dieauf diese Weise entstanden sind.
In diesen schauerlichen Abgrund stürzte vor ei-nigen Jahren ein Geistlicher ein von ihm verführtesMädchen. Diese That vermehrt das Schauerlichedieser tiefen ewig stummen Einsamkeit.
Die Gegend ist noch wilder, noch romantischerwie das Taminthal — auch sind die steilen Felsennoch ums Doppelte höher alS bei Pfeffers.
Graubündtcn wird wenig von den Reisenden be-sucht — es ist selten, daß man lemand trifft, derin der Via rnala war. Mir wurde es indeß sehrleid seyn, wenn ich diese herrliche Felsenstraße nichtgesehen hätte. Der Weg durch die Via mala istnur ff bis 8 Fuß breit. Am meisten wird er vonSaumpferden gebraucht, doch wird er auch mit klei-nen Wägelchen befahren, die nur eine Spur von2? Fuß Breite haben.
Auf dem Wege nach Rongella begegnete mir einSäumer, der mit seinen Saumpferden von Italienherkam. Ich fragte ihn um den Weg. Ehe er mir