zehnmal mehr Wasser hatte. — Aber man hat nieetwas gesehen, was dem Taininaschlunde auf irgendeine Weise ähnlich ist — es ist kein Bild in derSeele, an das es sich als etwas bekanntes anschlie-ßen könnte— es bleibt völlig neu, völlig einzig,und daher die große Wirkung aufs menschliche Ge-müth.
Die meisten Brunnengnste waren schon weg.Wir trafen noch den Abt des Klosters und den Dich-ter Herrn von Salis. Diesen begleiteten wir denandern Tag nach seinem Sommeraufenthalte in Ma-lanz. Wir kamen wieder über Ragaz, nahmen abereinen andern Weg, und gingen die Stiege hinaufnach dein Kloster, welches etwa eine Stunde vomBade ist.
Wir stiegen eine Viertelstunde den Berg hin-auf, unter sehr schönen Ahornen und Buchen, undgingen dann üder die Felsen des Taminaschlundcs,die ihn oben schließen. Durch eine Felsenspaltesieht man in einer Tiefe von Zoo Fuß den weißenTamin fließen — sein Brausen hört man nickt,dieses verhallt in den Felsen. Man ist hier geradeüber der warmen Quelle. — Dann stiegen wir