des Tamin 6 bis 700 Fuß hoch. — Da wo einVorsprung oder eine Spalte ist, sieht man die üp-pigste Vegetation von Ahornen und Buchen. Inder Tiefe rauscht der tobende Tamin, der aus demschwarze» Felsenschlunde herausstürzt, an dessenEingang man steht — und der eine Ansicht gewährt,die vielleicht nur einmal in Europa ist.
Die hohen Felsen gehen dicht zusammen, und hän-gen oben iiber, so daß man nur »och wenig vom Tagesieht — und dieses Wenige verschwindet endlich auch— und man ist in kimrischcr Finsterniß. — Durchdiesen Schlund führt ein schwankender Steg voneinzelnen Brettern und ohne Geländer. Dieserführt zur Quelle. Er hangt auf eisernen Keilen,die in den Felsen getrieben sind, vierzig Fuß überdem Tamin, welcher in der Tiefe auf die fürchter-lichste Weise tobt und schäumt. — Neben dem Stegliegen die Röhren, durch die das warme Wasser vonder Quelle nach dem Badehause geleitet wird. —Die Bretter sind glatt und naß von den hereinfal-lenden Wasser»; wer indeß völlig ohne Schwindelüst, kann diesen gefährlichen Gang wagen. Einjunges Ehepaar, ein Graf und Gräsin Kospoth aus