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Die Erscheinungen der Elektricität und des Magnetismus in ihrer Verbindung mit einander : nach den neuesten Entdeckungen im Gebiete des Elektro-Magnetismus und der Induktions-Elektricität für Freunde der Naturwissenschaften und besonders für Aerzte
Entstehung
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nuug der Einwirkung des Erdmagnetismus ( tz. 65.) und der durchdie lange Bestrahlung in denselben erzeugten Erwärmung vdcr auchanderweitiger magnetisch wirkender Einflüsse, denen die Nadeln wäh-rend der Manipulation oder während der Prüfung des vermeintlichin ihnen vorhandenen Magnetismus ausgesetzt gewesen scyn könn-ten"). Zu denen, welche den Magnetismus der Nadeln dem Ein-flüsse deS Erdmagnetismus zuschrieben, gehört vorzüglich Consig-lia ch i (in Pavia), der als Resultat seiner vielfältigen Untersuchun-gen bekannt machte, daß Nadeln von weichem Eisen, die er im Dun-keln aufgestellt habe, nach einiger Zeit durch ihre unveränderte Stel-lung eben so gut einen schwachen Magnetismus (der Lage tz. 65.)angenommen hätten, als andere im farbigen Spektrum deS Sonnen-lichtes längere Zeit hindurch aufgestellte, und daß ihm nur durchConcentrirung des Sonnenlichtes mittelst sehr starker Glaslinsen ineinigen Fällen eS gelungen scy, in der Richtung der magnetischenAbweichung und Neigung stehenden Nadeln, in kürzerer Zeit einenschwachen Grad von Magnetismus zu ertheilen; wo aber offenbardie durch die starke Verdichtung des Sonnenlichtes erzeugte Wärme,durch welche bekanntlich die Disposition des EisenS für die Auf-nahme von Magnetismus erhöht werde, die Erscheinung vermittelthabe. Gilb. Ann. Bd. 46. S. 335. Als entschiedenste Gegnerder Sache aber sind Rieß und Moser (in Verlin) hervorgetreten,welche den sorgfältigsten und mühevollsten Versuchen zur Aufhellungder Streitsrage sich unterzogen, und in ihren (in P's. Ann. Bd. 16.S. 563 592. veröffentlichten) Berichten darüber anführen, daßzwar anfangs ein Magnctischwcrden der Nadeln im violeten Son-ucnstrahle, und überhaupt eine magnetische Wirkung des Sonnen-lichtes von ihnen beobachtet worden sey, daß sie aber bei nähererPrüfung ihrer Versuche von ihrem Jrrthume in dieser Beziehungüberzeugt worden wären; und dcßhalb, zur Verhütung von Täu-schungen, bei Anstellung ähnlicher Versuche die Berücksichtigung aller,

") Bei Versuchen, die man über die Wirkung des farbigen Lichtes auf thcr-mo-magnetische Ketten anstellte, brachten diejenigen farbigen Strahlen,im Contraste mit Morichini's Beobachtung, die stärkste Wirkung her-vor, welche nach Obigem überhaupt am stärksten erwärmen. Die vio-leten Strahlen wirkten hiernach am schwächsten, die gelben und rothcnam stärksten.