wechseln. Wenn man daher die eine Spitze eines TurmalinS er-wärmt, während die andere abgekühlt wird, so bekommen beide eineniw dieselbe Elektrieität. Wird ein erwärmter Turmalin in Stückezerschnitten, so bekommt jedes einzelne Stück seinen eignen Z- und— Pol; eine Erscheinung, die bei demselben Verfahren auch amMagnete sich darbietet (h. 55). Zwei dergleichen polarischc Stückeoder überhaupt zwei Tnrmaline ziehen sich auch, wie Magnete, mitungleichnamigen Polen an, und stoßen sich mit den gleichnamigenab. Wird dem Turmalin im Dunkeln Polarität gegeben, so strahlter ein lebhaftes Licht auS, das an jedem Polende ein anderes Ko-lorit hat. Er verliert seine Eigenschaft, durch Erwärmen elektrischzu werden, selbst im gepulverten Znstande nicht. —-
Außer dem Turmalin ist noch vielen andern krystallisirtenFossilien (Isolatoren der El.), besonders solchen, deren Achsen znbeiden Seiten nicht von symmetrischen Flächen begränzt sind, und diealso nicht zu dem gleichgliedrigen Systeme gerechnet werden, mehroder minder (manchen sogar in noch höherem Grade) die Fähigkeitdes Elektrischwerdens durch die Wärme eigen. Zn diesen gehörenvorzüglich: der brasilianische und sibirische TopaS, der krystallisirteGalmei (ein Zinkoryd), der Lüneburger Boraeit (Borarspath),derMesvtyp, der Prechnit, der Sphen (Titanit), der Apa-tit, der Apinit, der Diamant, Amethyst, Smaragd undandere Edelsteine mebr"). Zn der Regel ist au ihnen, wie am Tur-malin, dasjenige Achsenende bei der Abkühlung positiv elektrisch, wel-ches von den meisten Flächen umgeben ist. Nach den Versuchen desAbtes Hany zeigt der Boraeit 8 Pole, wenn er erwärmt wird,positive und 4 negative.
Alan nennt die Elektricität, welche sich an dem Turmalin undden übrigen krystallisirten Körpern deö Mineralrcichs (sogenanntenthermv - elc ktrisch en Krystallen) nach ihrer Erwärmung oderAbkühlung äußert, zum Unterschiede von der aus gleiche Veranlassung
Stach Brewster zeigen nicht nur die genannten natürlichen Krystalleelektrische Polarität, sondern auch künstliche, aus Auflösungen darge-stellte, z. B. essigsaures Blei, Eisenvitriol, Weinsteinsäure, Zucker, undam stärksten Seignette - Salz (weinsteinsaurcs Kali-Natrum). Zur Prü-fung derselben ist die oben mitgerheilte von Hankcl eingeschlagene Me-thode zu empfehlen.