— 328 —
außerdem mittels 8 VcrbindnngSstangcn durch Löthuug mit einandervereinigt, so daß auf jeder der breiten Flächen dcS Apparates 9t)Löthstcllen vorhanden sind. Der dazu gehörige Jnduktions - Mul-tiplikator besteht auö 2V zusammcngclötheten, 15 Linien breiten Ku-pfcrstreiscn, welche zusammen ein Continnum von 119 Fuß machen,und um einen 18 Linien hohen und 21 Linien im Durchmesser hal-tenden Cylinder von weichem Eisen, der vorher von einer dreifachenLage dünnen Papiers und dann von einer hölzernen Kapsel von etwa1 Linie Dicke umgeben worden ist, gewickelt sind. Die einzelnen Win-dungen sind durch Papier oder zwischcngclegtcS Scivcnband von ein-ander isolirt, und an die beiden Enden des Knpferstrcifcns Knpfer-drähte aufgelöthet, deren Enden amalgamirt und in Qnccksilbcrnäps-chen eingetaucht sind, in welche auch die Polardrähte der Säule ein-gesenkt werden. Ist der Apparat auf diese Weise vorgerichtet, undwerden die untern Löthstellen der Säule durch in einem mit 3 Linienhohem Rande versehenem Gefäße von Weißblech, worein die Säulegesetzt wird, befindliches Wasser (dem zur Erniedrigung der Tempe-ratur noch Eisstiickchen beigemischt sind) abgekühlt, und die obcrn Jnnk-turen zugleich sämmtlich durch eine darauf gestellte Knpfcrplatte, aufwelcher glühende Kohlen liegen, erhitzt: so entsteht ein Strom,der den Eisencylindcr in solchem Grade magnetisch macht, daßseine obere Fläche eine nebenstehende Magnetnadel mitgroßer Heftigkeit anzieht und so lange festhält, als die Kettegeschlossen ist. Wird einer der Polardrähte ans einem Quecksilbcr-gcfäße herausgehoben und so die Kette wieder geöffnet, so springtdie Spitze der Nadel sogleich wieder zurück, — wobei gleichzeitig einknisternder, in grünlichem Lichte leuchtender Funke aufblitzt. Schließtman die Kette wieder und taucht zwei Kupscrdrähte, die man zwi-schen den mit etwas gesäuertem Wasser benetzten Fingern hält, indie Gefäße ein: so empfindet man bei jedesmaligem Oeffnen derKette einen merklichen ErschMernngsschlag, der noch empfindlicherwird, wenn man die Zunge mit den reinen Enden der beiden Drähteberührt. Die Empfindlichkeit deS Instruments ist überhaupt so be-deutend, daß, wenn nach Fortnahme des Jnduktions-Multiplikatorsdie Polardrähte mit den Enden eines Nobili'schen Multiplikatorsvon nur 89 Windungen verbunden werden und der Apparat in ei-nem geheizten Zimmer ausgestellt ist, durch den Temperaturwcchscl