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Die Erscheinungen der Elektricität und des Magnetismus in ihrer Verbindung mit einander : nach den neuesten Entdeckungen im Gebiete des Elektro-Magnetismus und der Induktions-Elektricität für Freunde der Naturwissenschaften und besonders für Aerzte
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indem cr gleich lange Stäbe aus Wismnth und Antimon, die er mitihren Enden zusammcnlöthctc, so in einem Kreise und im Zickzackordnete, das? abwechselnd eine Löthnngsstelle nach dem Mittelpunkteund die nächste in die Peripherie dcS Kreises zu liegen kam. Zu-letzt bleiben die Enden eines WiSmnthstabcs und eines Antünonsta-bcS (.4. und Ii) srei, die dann mit den Drahtenden eines Galvano-meters verbunden werden. Erhitzt man durch eine in das Centn»»des Kreises gestellte Spirituslampc alle inner» Löthstellcn (also dieerste, dritte, fünfte u. s. w. der ganzen Kcttenkcttc) auf Einmal, soerhält man einen verstärkten thermo-elektrischen Strom, der lebhaftdie Galvanometer-Nadel anspricht. Eine Säule von gleich zweck-mäßiger Einrichtung gab in Verbindung mit Nvbili, welcher siepilu n Ncntoln nannte, Melloni an. Rcpcrt. Bd. 1. S. 355.

Durch Versuche mit der Thermo-Säule hat man entdeckt, daßdie Thcrmo-Elcktricität nicht nur die Magnet-Nadel richtet (h. 102.).und Rotationen wie durch Elektro-Magnetismus und Magnct-Elek-tricität mit ihr sich ausführen lassen (H. 104.), sondern daß auchalle andern Wirkungen durch sie hervorgebracht wer-den können, wie durch die verschiedenen andern Arten elektrischenStrome; daß die thermo-elektrischen Ströme folglich für ganz iden-tisch mit diesen gehalten werden dürfen. Direkte Wirkungen des ther-mo-elektrischen Stromes auf das Elektrometer beobachtete zuerstBccguercl. Wir kommen später auf sie zurück, (tz. 108.) Phy-siologische Wirkungen der Thermo-Säule ersahen Ocrsted undFourier (bei Anwendung einer ans 13 einfachen Ketten von An-timon und Wismnth zusammengesetzten Säule) ans den Zuckungender Schenkel eines präparirtcn Frosches, und Watkins (in London)aus der Geschmacksempfindung, die der Strom ans einer Kcttenkcttcvon 30 Gliedern auf der Zunge erregte. N. Gehler, Bd. 9. S. 798.Lange Zeit hindurch glaubte man, daß die thermo-elektrischen Strömewegen der geringen Intensität ihrer Spannung durch (selbst gut lei-tende) Flüssigkeiten nicht hindurch gingen und keine chemischenWirkungen äußerten. Ocrsted und Fourier fanden, daß eineSänke von 22 Stangen aus Wismuth und Antimon, schon durcheine ganz dünne Schicht von einer sehr gut leitenden Flüssigkeit,z. B. von einer Salmiakauflösung und verdünnter Salpetersäure, inihrer Wirksamkeit unterbrochen und keine Schließung derselben her-