Druckschrift 
Die Erscheinungen der Elektricität und des Magnetismus in ihrer Verbindung mit einander : nach den neuesten Entdeckungen im Gebiete des Elektro-Magnetismus und der Induktions-Elektricität für Freunde der Naturwissenschaften und besonders für Aerzte
Entstehung
Seite
321
Einzelbild herunterladen
 

Zinn, Chrom, Molybdän, Rhodium, Iridium, Silber,Zink, Wolfram, Kadmium, Stahl, Eisen (reines), Arse-nik, Tellur, Antimon H. Wismuth und Antimon bilden, wieman sieht, die Endglieder dieser Reihe; jenes ist nach Sccbcck dasöstliche oder negative, dieses das westliche oder positive End-glied der Reihe. Je weiter die zu einer Kette bestimmten Metallein dieser Reihe von einander abstehen, desto stärker ist, bei gleicherTemperatur-Differenz, der in ihnen (durch stellenweise Erwärmungoder Erkältung) erzeugte elektrische Strom, und somit ihre Wirkungans die Magnetnadel. Daher geben Wismuth und Antimon, alsdie äußersten Glieder der Spannnngsreihe, die stärkste thcrmo-elek-trische Kette, in der also die Nadel am weitesten abgelenkt wird.Eine Kette von diesen beiden Metallen äußert, schon bei Erwärmungeiner BcrührungSstclle mit der bloßen warmen Hand, thermo-mag-netische Wirkungen, wenn sie vorher bis nahe ans den Eispunktabgekühlt wird. Zu Ketten, die einer hohen Temperatur ausgesetztwerden sollen, wählt man Platin und Eisen, oder statt des erstem,der Wohlfeilheit wegen, Neusilber. - In der thcrmo-elektrischenReihe folgen, wie man bei einer fluchtigen Vcrglcichung findet, dieMetalle ganz anders auf einander, als in der Hydro - elektrischenoder galvanischen, wo Zink und Ncißblei die Endglieder abgeben,und zwischen diesen Blei, Zinn, Eisen, Wismuth, Arsenik, Kupfer,Antimon, Platin, Gold, Quecksilber, Silber und Brannstein, in derhier angeführten Ordnung sich an einander reihen, (tz. 36.) Inletzterer wird nämlich die Ordnung durch die chemische Natur der Me-talle und ihr Verhalten zu dem flüssigen Leiter bestimmt; indem zweiMetalle im Contaktc um so mehr Elektricität erregen und eine umso kräftigere galvanische Kette geben, je mehr sie in Hinsicht auf ihreVerwandtschaft zum Sauerstoffe oder auf ihre Orydirbarkeit im Ge-

-) Wenn die Metalle mit andern Metallen legirt oder überhaupt mit'frem-den Korpern verunreinigt sind, so wird dadurch auch ihre Stellung inder obigen Reihe verändert. Man glaubt dcßhalb in dem Thermo-Mag-netismus ein Mittel zu besitzen, Metalle auf ihre Reinheit prüfen zu kön-nen. Dieses ist besonders für den Techniker, der mit Geräthschaften vonPlatin arbeitet, wichtig, welches Metall, wenn es rein ist, dem östlichen,und wenn es unrein, z. B. mit Arsenik vermischt ist, dem westlichen Endeder Spannungsreihe nahe steht.

Zl