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Die Erscheinungen der Elektricität und des Magnetismus in ihrer Verbindung mit einander : nach den neuesten Entdeckungen im Gebiete des Elektro-Magnetismus und der Induktions-Elektricität für Freunde der Naturwissenschaften und besonders für Aerzte
Entstehung
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Pol eines zweiten Magnetes ausgestellt wurde sogar nur zweiVibrationen. Wurde an die Stelle des gleichnamigen Pols deszweiten Magnetes der ungleichnamige Pol desselben gebracht,so stiegen die Vibrationen wieder bis ans zwei und zwanzig, undals der stärkere der beiden ungleichnamigen Pole ein wenig von derSeite der Scheibe weggerückt wurde, bis aus ein und dreißig,und bei gänzlicher Entfernung des Poles verminderte sich die Zahlderselben wieder bis ans fünf. Man sieht hieraus, wie beim Eisengleichnamige Pole die Wirkung heben, während diese, wie wir vor-hin in dem Sturgeon'schcn Experimente gesehen haben, beim Kupferden Effekt schmälern und ungleichnamige ihn erhöhen. Wird einedicke Kupferscheibe um eine vertikale Achse in Rotation versetzt,und ein Magnetstab wagerecht an einer seidncn Schnur daneben soaufgehängt, daß der eine Pol über dem Rande der Scheibe schwebt,so wird dieser in gleicher Richtung mit fortgezogcn; hängt man abereinen gleich großen Magnctstab unter dem ersten so auf, daß dergleichnamige Pol von diesem an derselben Stelle unter dem Randeder Scheibe verweilt: so bleiben beide Magnete von der Rotationder Scheibe unangefochten, weil ebenfalls hier gleichnamige Poledie Wirkung neutralisiren. Wird der eine Magnetstab umgekehrt,so erscheint die magnet-elektrische Wirkung im Mariino für diesenFall. Hängt man einen Magnetstab neben der Kupferscheibc so auf,daß seine Achse in einerlei Ebene mit der Scheibe liegt, und deneinen seiner Pole dem Rande derselben zuwendet, so wird er bei demRotiren der Scheibe nicht bewegt. Eben so wird auch die Zahl derSchwingungen der in der senkrechten Ebene um eine horizontale Achseoscillirenden Kupferscheibe nicht verzögert, wenn ein Magnetpol demRande derselben gegenüber aufgestellt wird. Wäre die Ursache derArago'schen Rotations - Erscheinungen eine gewöhnliche magnetischeVcrtheilung, so würden diese Wirkungen nicht ausgeblieben seyn, wiesie denn auch bei einer Eisenscheibe, wo der gewöhnliche Mag-netismus mehr Einfluß hat als die magnet-elektrische Vcrtheilung,sehr stark eintreten; denn wird z. B. dem Rande der in senk-rechter Ebene schwingenden Eisenscheibe, welche bei obigem Versuchefür sich allein zwei und dreißig Schwingungen machte, der Pol einesMagnetes gegenüber gehalten, so macht sie nur eilf Schwingungen,und, wird der Magnet bis auf einen halben Zoll genähert, sogar