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Die Erscheinungen der Elektricität und des Magnetismus in ihrer Verbindung mit einander : nach den neuesten Entdeckungen im Gebiete des Elektro-Magnetismus und der Induktions-Elektricität für Freunde der Naturwissenschaften und besonders für Aerzte
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nngemein gesteigert, wenn man den Draht in zwei senkrecht über-einander stehende ovale Schleifen (Fig. 23.) zusammen windet, sodaß die Windungen in beiden in entgegengesetzter Richtung (in dereinen rechts, in der andern links) laufen -> und an einem durchdie Windungen, die man zu diesem Zwecke in der Mitte etwas aus-einander biegt, ohne Reibung herunterhängenden rohen (ungcdrchtcn)Seidenfaden zwei Magnetnadeln (die eine innerhalb der obern, dieandere innerhalb der untern Drahtschleife, und beide mit einanderdurch ein feines Stäbchen fest verbunden) so aufhängt, daß ihre gleich-namigen Pole nach entgegengesetzter Richtung zeigen und gleichsamein asiatisches System bilden. (§. 75.) Für weniger subtile Unter-suchungen schafft man sich ein zwar roheres aber immer noch sehrempfindliches Galvanometer ähnlicher Art, wenn man zwei gewöhn-liche Nähnadeln magnetisirt und in passender Entfernung von einanderin paralleler Lage, aber mit umgekehrter Richtung ihrer Pole, in eintrockncS Stückchen Strohhalm steckt und dieses au einem ungcspvnuc-ncn Scidenfadcn in dem gewöhnlichen Schwciggcr'schcn Multiplikator(Fig. 22.) so aufhängt, daß die untere Nadel innerhalb der Draht-windungcu und die obere (welche, damit das Nadelpaar die Rich-tung dcö magnetischen Meridians halten kann, etwas stärker als dieuntere magnetisirt seyn muß) über denselben schwebt.

Gauß hält eine beträchtliche Größe der Magnetnadeln und einegroße Anzahl von Drahtwinduugen für wesentlich zur Erhöhung derEmpfindlichkeit des Multiplikators, und wendet große Magnetstäbcvon 2, 3 und mehr Pfunden Schwere au, die er nach Nobili'S Me-thode in den Drahtschlingen ordnet. Er wicS die Feinheit ihrer Re-aktion durch unzweideutige Versuche nach, indem er unter andern, einauf der Sternwarte (zu München) befindliches 25 Pfund schweresMaguetomctcr, das in einem aus 1500 Fuß Kupfcrdräht aufgewun-denen Multiplikator aufgehängt war, durch eine kleine galvanischeKette von nur iz sst Zoll Oberfläche zur Abweichung von mchrcrnGraden brachte. Zur Messung deS JnduktionSvcrmögcnS deö Mag-netismus der Erde zog er einen Multiplikator von 29,999 FußLänge in Anwendung (h. 91.)!

Da in dem Schweiggcr'schen Multiplikator wegen deS Parallc-liSmuS der Drahtwindungen der diese durchlaufende Strom an Wirk-samkeit auf die Nadel verliert, sobald diese aus ihnen zur Seite her-