Stab von Holz von einander absondert. Die Stäbe werden in ihrerLage durch zwei mit Schrauben versehene Messinggnrtel zusammen-gehalten, und die Pole an der einen Seite mit einem Anker verbun-den, dem man, wenn das Magazin aufbewahrt wird, noch einenzweiten an der entgegengesetzten Seite hinzufügt. Mit einem solchenzusammengesetzten Magnet kann man einzelnen Stäben einen sehrhohen Grad magnetischer Kraft crthcilcn. Man lege 4 oder 6 ge-härtete, abgeschliffene und polirtc Stahlstäbc (nachdem das eine Endeeines jeden mit einem Feilstrich bezeichnet worden ist) so an einander,daß ihre Längcnachsen eine gerade Linie bilden, und das gezeichneteEnde des einen immer das angezeichnete Ende eines andern berührt,und klemme, damit die Stäbe bei dem Streichen sich nicht von ein-ander trennen können, die äußersten Enden der ganzen Reihe zwischenzwei neben ihnen eingeschlagene Stifte ein. Man setze hierauf, denNordpol voran, den Strcichmagnet (nachdem man den einen Ankervon ihm genommen hat) auf das mit einem Fcilstrich bezeichnete Endeeines äußersten Stabes aus, streiche wenigstens 3t) Mal mit ihm hinund her, und verfahre dann ebenso auf der untern Fläche der Stäbe,nachdem man diese vorsichtig, entweder alle zugleich, oder wenigstensje zwei ans Ein Mal umgewendet hat. Durch dieses Verfahren er-langen die Stäbe einen so hohen Grad von magnetischer Kraft, daßbei dem Aufheben des einen Stabes alle übrigen mit ausgehobenwerden, und daß man mit ihnen, wenn sie ans die bemerkte Art zueinem Magazine zusammengefügt werden, ungleich großem Stäbenund den größten Hufeisen einen beträchtlich hohen Grad von Mag-netismus geben kann H. Dovc, a. a. O. Bd. 2, S. 14). Husel.Jonen, d. pr. H., Bd. 8V, St. 1, S. 8R Mohr, über eine Me-thode, kräftige Hufeisenmagnete durch Streichen zu bereiten, in Pogg.Ann., Bd. 36, S. 542.
K night, Arzt in England, besaß ein besonderes Gcheimniß, die stärkstenkünstlichen Magnete zu fertigen, das er aber mit sich ins Grab nahm.Das größte von ihm gefertigte magnetische Magazin wird im Museum zuLondon aufbewahrt, und besteht aus zwei künstlichen Magneten, deren je-der aus 24», ta' langen Stäben zusammengesetzt ist, die zusammen gegent«00 Pfund wiegen. Seine Kraft ist so groß, daß die Pole eines jedenkünstlichen oder natürlichen Magnetes in wenigen Sekunden umgekehrt wer-den, wenn man diesen zwischen seine Pole legt.