und setzt dann die ungleichnamigen Pole an beiden Seiten dnrch ei-nen Anker in Verbindung. — Bei dem Doppclstrichc, der wirk-samem Methode, werden die beiden Pole deS StreichmagnetcS zu-gleich ans die Mitte deS Stabes aufgesetzt mit denselben mehrmalsauf der ganzen Länge des Stabes hin und her gestrichen med zuletztder Magnet in der Mitte abgehoben. Eben so wird auch die untereFläche des Stabes bchande.lt. Dabei bekommt jedes Ende des Stabesden freundschaftlichen Pol von demjenigen des Magnets, den manbei dem Streichen vorauöführt. — Bei dem Kr eis strich werden4 oder mehr gleich lange Stahlstäbe mit ihren Enden zu einemQuadrat oder Vieleck mit einander verbunden, und der Doppelstrichdann auf ihnen im Kreise herumgeführt. — Bei dcr Magnetisirungeines in Hnfcisenfo rm gebogenen Stabes verbindet man die End-flächen der beiden Schenkel mit einem Eisenstabe (Anker), setzt danndie beiden Pole des Strcichmagnctes an diesen Enden auf, und streichtwiederholt gegen die Wölbung des Hufeisens zu, wo der Magnetjedes Mal abgehoben wird. Hierdurch wird jedem Schenkel die mitdem aufgesetzten Pole ungleichnamige (freundschaftliche) Polarität er-thcilt. Noch kräftiger wird der Hufeisenmagnet, wenn man zwei guteMagnctstäbc mit den ungleichnamigen Polen an die Endflächen seinerbeiden Schenkel so anlegt, daß die Stäbe in die Verlängerung dieserfallen, sodann einen Anker an die freiliegenden Enden der beidenStäbe setzt, und nun mit dem Streichmagnet nach der Regel desDoppelstrichö sowohl über das Hufeisen als über die Magnctstäbchingeht. Die Schenkel eines künstlichen Hufeisenmagnets werden ge-wöhnlich mit einem Anker von polirtcm weichen Eisen verbunden,thcils weil man durch diesen die Tragkraft beider Pole zugleich be-nutzen kann, theilS weil dadurch die Kraft deS Magnetes verstärktoder wenigstens besser erhalten wird; indem der vorgelegte Anker dieanziehende Kraft der beiden Schenkel beschäftigt, und verhindert, daßdas KI deS einen Poles durch die Beschäftigung mit dem AI des an-dern geschwächt wird H. — Kugelförmige Magnete heißen, weil sie
5) Stach B r u«;m a n n's Beobachtung nimmt bei dem Magnctisircn eines Eisen-stabes durch den einfachen Strich zuerst das Ende, wo der Pol des Slreich-magnctes ausgesetzt wird, den entgegengesetzten Magnetismus desselben,also — KI an, wenn es der P Pol des Magnetes ist, das andere Endehingegen den gleichnamigen, also P !VI. Bei dem fcrnern Streichen