Druckschrift 
Die Erscheinungen der Elektricität und des Magnetismus in ihrer Verbindung mit einander : nach den neuesten Entdeckungen im Gebiete des Elektro-Magnetismus und der Induktions-Elektricität für Freunde der Naturwissenschaften und besonders für Aerzte
Entstehung
Seite
146
Einzelbild herunterladen
 

seiner Pole (fast, §.68.) nach Norden, der andere nach Süden ge-richtet ist, und also seine Achse mit der Mitragslinic des Orteszusammenfällt. Man nennt jenen den Nordpol, diesen den Süd-p ol, und die Erscheinung selbst die Polarität des Magnetes. ZurErleichterung im Ausdrucke bezeichnet man auch wohl die Magnetici-tät des erstem durch -j- AZ, die deö letztem durch AZ. Einesenkrechte Ebene durch die Richtung des Magnetes Hecht der mag-netische Meridian, eine Verlängerung der magnetischen Reche diemagnetische Mittagölinic, und eine diese in der Mitte unterrechten Winkeln durchschneidende Ebene der magnetische Acqua-tor. Die Kreislinie(Fig. (2.) stelle die Erde vor, und8N ihre beiden Pole, so ist die Linie 8??, weil sie von einem Polezu dem andern geht, ein Meridian derselben. Deutet nun i) 13 dieRichtung der magnetischen Achse an, welche (nach Obigem) etwasaußerhalb des Erd-Meridians fällt: so ist s n als gedachte Verlän-gerung derselben der magnetische Meridian, und die Linie ab, welchedurch dessen Mitte c rechtwinklig geht, der magnetische Acguator.Wird der Magnet ans irgend eine Weise aus seiner Richtung ge-schoben, so schwankt (travcrsirt) er, einem Pendel gleich, eineZeit lang hin und her, und kommt zuletzt wieder in seiner Richtungzur Ruhe, wobei seine Schwingungen (Travcrsirungcn) umsoschneller erfolgen, je stärker die magnetische Kraft in ihm ist, und jestärker die, an den verschiedenen Orten der Erde verschiedene, Kraftdes Erdmagnetismus ans ihn einwirkt (§. 63.); eben so wie auchein Pendel um so rascher schwingt, je stärker die Schwerkraft derErde auf dasselbe wirkt. Nach der Schnelligkeit des TravcrsirenSeiner Magnetnadel, d. h. aus der Kraft, mit welcher diese in dieLage ihrer Ruhe zurückzukehren strebt, kann daher, wenn die Starkeder ihr durch Magnctisirung crthciltm Magncticität bekannt ist, dieIntensität des Erdmagnetismus gemessen werden; ebenso wie mau,nach den Schwingungen eines Pendels von bestimmter Länge, dieGroße der Schwerkraft an jedem Orte der Erde durch Rechnungbestimmen kann und umgekehrt die Intensität eines Magnetes,wenn die Stärke des Erdmagnetismus au einem Orte bekannt ist.Mau hat hierauf die Einrichtung von Magneto Metern gegründet,die aber, weil der Magnetismus der Magnetnadeln nicht eonstantist, sondern, wie wir später sehen werden, bei Tcmpcratur-Veräuoe-