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dnng ist °) Wenn man ans dic Kupfcrplattc, ans welche einNiederschlag von Kupfer beabsichtigt wird, vorher eine schwache Auf-lösung von Salpetersäure wirken läßt: so setzt sich das in der Flüssig-keit ausgeschiedene Kupfer so innig an dieselbe an, daß cS nicht mehrvon demselben ans mechanische Weise abgclöset werden kann. Hier-auf gründet sich das Verfahren, mittelst der Elcktricität ans Kupfererhaben zu gravircn. Dic zu behandelnde Knpferplattc wird zu die-sem Ende mit einer dünnen Lage Wachs überzogen, in diese irgendeine Zeichnung oder Schrift einradirt, die Platte hierauf in verdünnteSalpetersäure (1 Th. ans 3 Th. Wasser) so lange eingetaucht, bisdic durch das Nadircn sichtbar gewordenen Knpfcrstcllen einen grün-lichen Anflug zeigen. Man bringt sodann die Platte auf die be-kannte Art in dic Knpfcrlösung, wo sich das Kupfer in die radirtcnStellen einlegt und nach Beendigung des Processeö eine erhaben ra-dirtc Platte erhalten wird, die, wenn der WachSübcrzug durch Er-wärmen entfernt und etwaige Rauhigkeiten durch Schleifen ausgegli-chen worden sind, wie eine gewöhnliche Kupfcrplatte zum Druckengebraucht werden kann. Von Baumgartner sind selbst Versuchegemacht worden, die Zeichnung eines Kupferstiches auf eine Kupfer-platte überzutragen.
Auf denselben Principicn beruht eine bequeme Methode, Silber,Messing, Stahl u. s. w. eben so schnell als wohlfeil dnrch denelektrischen Strom zu vergolden, Kupfer und Messing zuversilbern u. s. w. Es kann hierzu derselbe Apparat benutztwerden. Da sich aber ein oft wiederholtes Herausnehmen des zuüberziehenden Metalles nöthig macht, und jener hierzu nicht Bequem-lichkeit genug bietet, so giebt man ihm besser eine Einrichtung, wieFig. 11. zeigt. 1)15 ist ein rundes, 1 Zoll dickes Brett, welchesals Unterlage dient, und Wommen zwei, etwa lU" weite undtiefe Locher sich befinden, das eine Ir in der Mitte, das andere
') Gegenstände, ans denen der Graphitüberzug nicht hastet, räth Spencerstatt dessen mit einer Auflösung von salpetersaurcm Silber zu befeuchten,und sie in einer Glasglocke über einer Schale aufzuhängen, in der sicheine Auflösung von Phosphor in Aether oder Tcrpenthin befindet. Wieddie Schale in warmen Sand gesetzt, so steigen Dämpfe von der Flüssigkeitauf, welche das Silbersalz reducire». so daß sich in wenigen Minuten eineLage metallisches Silber niederschlagt, auf welche sich dann bei der gal-vanischen Aktion das Kupfer eben so gut absetzt, wie auf reines Kupfer.