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Die Erscheinungen der Elektricität und des Magnetismus in ihrer Verbindung mit einander : nach den neuesten Entdeckungen im Gebiete des Elektro-Magnetismus und der Induktions-Elektricität für Freunde der Naturwissenschaften und besonders für Aerzte
Entstehung
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wie nach brennendem Phosphor, bemerklich. Nähert man dcr Röhreden Knöchel eines Fingers, so schlägt ans ihr ein knisternder Funkegegen diesen. Im Dunkeln ist damit zugleich ein phosphorischesLeuchten um die Rohre verbunden. Dieselben Erscheinungen er-hält man, wenn man Siegellack, Bernstein, Kolophonium, Schwe-fel, im Oscn getrocknetes Holz, Seidcnband n. s. w. reibt. Beitrockncr Witterung werden Schwcfelblumcn schon durch den geringenGrad von Reibung beim Fallen durch die Luft und seideneStrumpfe durch die schwache Reibung beim Ans- und Anziehenelektrisch: sie verbreiten einen Lichtschein und blasen sich ans. EintrockneS Menschenhaar, ein neues seidenes Band, durch die trockenenFinger gezogen, wird, elektrisch geworden, von dem Finger, den mannähert, angezogen. Wird bei heiterm Wetter (denn feuchte Luft ver-hindert, wegen ihres guten FortleitungsvermögcnS für die Elektrieität,das Gelingen dieser Nersnche, h. 4.) mit der Hand über den Rük-ken einer Katze oder eines Hundes aufwärts gestrichen: so sträubensich die Haare dieser Tbierc, werden von dcr Hand angezogen, undman hört ein cigenthümlichcs (im Dunkeln leuchtendes) Knistern,welches von den zwischen dcr Hand und dein geriebenen Felle ent-stehenden elektrischen Funken herrührt. Nchnliche Erfahrungen ma-chen manche Menschen beim Kämmen ihrer Haare und beim Strie-geln der Pferde.

In stärkerem Grade als an einer mit der Hand geriebenen Glas-röhre lassen sich die hier aufgeführten elektrischen Phänomene aneiner Elcktrisirmaschinc") beobachten, die, so verschieden auch

Die Einrichtung der gewöhnlichen Elektrisirmaschinen ist zu bekannt,als daß eine ausführlichere Beschreibung derselben hier für nöthig erachtetwerden könnte. In dcr neuesten und compcndiösesten von Page ist dergeriebene Körper eine äußerlich gefirnißte, <>" lange und weite Glas-röhre 4L (Fig. 1.), in welcher ein metallener mit amalgamirtcm Lederumwundener Stempel i) (mit Reibung an der inner» Glaswand) aus-und abbewegt wird. Von der Mitte des Stempels gebt eine kurze Glas-röhre b' ab, an dcr ein metallener Stern 15, dessen Spitzen zur Einsau-gung dcr durch die Reibung des Glases erzeugte» Elektrieität bis an dieWand dcr Glasröhre reichen, befestigt ist. Als Conduktor dient ein kur-zer sphäroidisch geformter Cylindcr (l von Metall, dcr an das vordereEnde dcr Glasröhre 4L locker angeschraubt ist, und in welchen die vonden Saugspitzen des Metallsterncs aus dem geriebenen Glase aufgenommene