Vom Lichte, §. z,6. 517. zzz
der Menge der Dinge schließen, die wirzwischen ihm und uns erblicken, gründet sichdas bekannte Phänomen, daß der Mond,wen» er Abends über den Horizont heraufkömmt, so groß — „wie ein Mühlrad,"hingegen im Meridian, viel kleiner erscheint.Eigentlich ist er vielmehr am Horizont klei-ner, als im Meridian. — Daß die Dünsteoder die Luft hicvon die Ursache seyen, istleeres Geschwätz. Die wahre Ursache ist viel-mehr : es ist Raisonnenicnt. Wir könnendurchaus nicht Entfernungen sehen, sondernschließen sie bloS. Es gehöret aber viel Ue-bung dazu, Empfindung und Rasonncmentvon einander zu trennen. Man zeichne sichdoch den Mond, ein Mühlrad, einen Teller,und einen Mattir, *) unter einerley Schewin»kel. Was in aller Welt hat man nun fürein Recht, den Mond oder das Mühlradfür größer zu halten, als den Mattir? Un-
') Eine ! leine silberne Scheidemünze im han-noverischen.
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