Druckschrift 
2 (1811)
Entstehung
Seite
170
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<76 7. Abschnitt.

nes halben Cylinders gebogenes Eisenblechglühend, bestreute es mir einem Pulver ausgleichen Theilen Salpeter und rohe» Wein-stein, und erhielt nun alles so eine Stun-de lang im Glühen. Hierauf brachte er dasBlech, so heiß, als ohne Zerspringung derGlocke möglich war, unter dieselbe umdas Hygrometer herum, daß dasselbe ganzbedeckt wurde, und nur so viel frey blieb,daß man sehen konnte, wohin der Zeigerweiset. Das heiße Blech, besonders aberder heiße Salpeter riß nun alle Feuchtig-keit der Lust mit grosser Begierde an sich,Und machte in der Glocke, in welcher ersich Stundenlang befand, die größte Tro-ckenheit. Wo jetzt der Zeiger hinwies, dasetzte Saussüre daS Null an seinem Maaß-stabe hin.

Um 100 oder den größten Grad vonFeuchtigkeit zu bestimmen, stellte er das Hy-grometer wieder unter eine Glocke, legteauf den Boden derselben einen nassen Lap-