Druckschrift 
2 (1811)
Entstehung
Seite
143
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Von der Luft. §. :z6. 145

flossenen Flußspath conccntrirte Bitriolsäu-re gießt, und dann die Retorte in glühendeAsche setzt. Muß auf Quecksilber aufgefan-gen werden. Achard läugnete, daß auf die-se Art wirklich Luft erhalten werden könne, es wäre nur Saure meinte er. AberScheele lebte gerade noch so lange, umihn wicderlegen zu können.

Es verwandelt sich bey Berührung deratmosphärischen Luft in weißliche Nebel,und hält man eine Glasplatte über dieseNebel, so wird die Fläche derselben sehrschnell angegriffen/ sie verliert ihre Politur,wird undurchsichtig und das Glas wirdwirklich angefressen.

Hierauf gründet sich nun die Kunst i nGlas zu ätzen. Klaproth zu Ber-lin hat diese Kunst wieder hervor gesucht.Lichtcnberg hörte davon, daß man in Ber-lin Glas ätze, sogleich verfiel er darauf,daß dieß mit der Flnßspathfäure geschehenmüsse. Er machte den Versuch und dieser