Druckschrift 
2 (1811)
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen
 

'Voll der Luft. §. 20Z.

DasVestalische Sieb sFig. 1.)tst eine Art von Gießkanne, deren Bodendurchlöchert ist, also eigentlich der Stechhe-bcr sehr oft wiederhohlt. Halt man die obe-re Deffnung mit dem Daumen zu, so fließtunten nichts heraus» Zu dem Ende darfdie Oessnung des Halses nicht so groß seyn,als der Hals selbst, wenn dieser etwas weitseyn sollte, damit man mit dem darauf drü-ckenden Daumen die eindringende Luft siche-rer abhalten könne. Der Nahme kommtdaher: Eine Vcstalinn zu Rom kam in Ver-dacht, das Gelübde der Keuschheit gebro-chen zu haben, da bath sie den Jupiter, er möch-te ihretwegen ein Wunder thun ; das thater denn auch. Er verstattete ihr mit einemdurchlöcherten Siebe Wasser ausder Tiber bis zum Tempel der Vcsta z»tragen.Wenn es ein solches Sieb ge-wesen wäre, sagte hier Lichlenberg immer,wie dieses hier, so könnten damit auch dieGöttlugischen Vestalinnen Wasser aus dck