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ins Herz zu werfen, durch den er früh oder spater zu seinem Erdar-mer gezogen wird.
In der Korrespondenz war Niemand unermüdetcr und treuer,als Boos, und dicß so lange es seiner zweimal gelahmten Hand mög-lich war? seine letzten Briefe sind kaum mehr lesbar, weil sie mit äu-ßerster Anstrengung geschrieben wurden.
Uebrigcns aber scheint dieser letzte Posten, gegen die andern ge-rechnet, das Fegefeuer für ihn gewesen zu scyn, wo ihn der Herram empfindlichsten prüfte; der da sitzt wie ein Schmelzer, und dieKinder Levi reiniget und läutert wie Gold und Silber; damit siedem Herrn Speisopfcr bringen in Gerechtigkeit. Mal. 3,3.
Alles wurde ihm da zur Plage und Marter:
1. Daß er keine Früchte seiner Arbeit an seinen Pfarrkindernsah. Er betete, rang und seufzte so viel oder mehr als sonst, wo erreichlichen Segen ärndtete.
Als ihn Jemand 1823 besuchte, und er ihn in seine Bergschluchtführte, klagte er diesem seine Noth und sagte: „Sieh da, an die-sen Bergen ist fast kein Platzchen, wo ich nicht schon oft auf mei-nem Angesichte lag und weinte und flehte,daß mir der Herr wie-der die Gnade gebe, mit Freudigkeit meinen Mund aufzuthun undmit Segen zur Erweckung der Herzen sein Wort zu verkündigen— aber ich finde kein Gehör. Endlich ward es ihm doch gegeben,aber ohne viele Früchte davon zu sehen; doch das genügte ihm nicht,sondern beugte und demüthigte ihn sehr. Er konnte das unfrucht-bare Erdreich, seine Gemeine, nicht ohneThräncn und Herzeleidansehen. Ohne Zweifel hat aber der Herr hier mehr als anderswodurch ihn gethan — wenigstens an ihm — er wollte es ihn abernicht wissen lassen. Es sollte still geschehen.
2. Die Abschwörung des Aftermysticismus hat ihm auch beiFreunden viele und große Leiden zugezogen, die ihm deßwcgen man-che harte Vorwürfe machten, und ihn zu langen und vielen Recht-fertigungen zwangen, so daß er einmal Jemandem schrieb: „Wennmir Gott und mein Gewissen nicht Zeugniß gaben, so hätten DeineVorwürfe den alten Petrus bald weinend zum Thor hinaus oder garwie Judas zum Baum gejagt."
3. Die meisten Leiden aber verursachte ihm seine letzte schmerz-liche Krankheit, in der nicht nur sein Leib, sondern auch sein Geistoft so gedrückt, gebunden und in die Enge getrieben war, daß er sei-nen ihn allein tröstenden Glauben kaum mehr finden, kaum mehr(wie er sich ausdrückte) erglauben konnte. Aber dennoch, den-noch crglaubte er es allemal wieocr. Der Herr half ihm immer wie-