in das Alumnat ausgenommen (wo er die Theologie kosiftci studi-ren konnte).
Als er nun nach Augsburg zu seinem Oheim in die Ferienzurückkam, lobte ihn dieser zum erstenmal in seinem Leben, sagend:Dieses Jahr hast du mir Freude gemacht. Dein Regens (Dircctordes Seminars), der geistliche Rath Meichelbeck, hat mir schon geschrie-ben, wie wohl du dich gehalten hattest.
Martin studirte nun vier Jahre lang als Alumnus Theologie,Pastoral, Moral, Ins canonicum, Kirchcngeschichte, u. s. w. inDillingen.
Gleich im Anfang des Jahres bekam er die vier kleinen Weihen(orcZinos minores); im zweiten Jahre um Ostern das Subdiaco-nat; wurde aber kranklich, und das Fieber verließ ihn erst acht Tagevor Pfingsten. Er konnte und durfte wahrend der Krankheit nichtstudiren, ja nicht einmal Brevier beten. Weil aber sein Oheim woll-te, daß er den nächsten Herbst Priester (Presbyter) werden und pri-miciren sollte, hielt er doch die viertägigen ülxorcitiu szüritnnlin(Geistesübungen) und zog dann mit den andern Alumnen zum Ex-amen nach Augsburg pro viaconutn, welches er auch erhielt, ob-gleich er und sein Oheim zitterten, weil er von Ostern bis Pfingstennicht hatte studiren können. Als er ihn unter dem Mittagessen fragte,ob er wohl geweiht (ordinirt) würde? antwortete er: warum nicht?Darauf sagte der Oheim: du hast das beste Examen gemacht.
Im Herbste darauf erhielt er das Presbyterat (Priesterweihe).Darauf wurde er dann Primitiant, wo der Herr Uesens scminaiiipredigte, und der alteOheim dasVergnügen hatte,ihm amAltare zuassistiren.
Bei seiner Primiz (ersten feyerlichen Messe) waren 500 Gaste,über 35 Geistliche. Das geschah Alles dem Herrn Oheim zu Ehren,nicht dem Martin. Der alte 70 jahrige Oheim war so vergnügt,daß er aufdrey Tage ein Scheibenschießen gab, und im Wirthshau-se bei einem verwandten Wirthe logirte.
Jetzt mußte Martin noch zwey Jahrs ins Seminar nach Dil-lingcn zurück, um seine Studien vollends zu absolvircn. Endlich kamer in das General - Seminar nach Pfaffenhausen auf sieben Wochen.
Won hier aus wurde er als Caplan nach Unterthingau, einemgroßen Marktflecken im Unterkemptischen, angestellt.—
So weit aus seinem eignen Munde. Denn hier schwieg seinMund, und die Schrcibfeder des Freundes mußte es sich gefallen las-sen, in Ruhe versetzt zu werden.
Doch, Gott sey Dank! Er ist gerade weit genug gekommen,