— «2 —
Württcmbergischcn. Von diesem erschien „Swedenborgsund Anderer irdische und himmlische Philosophie, Franks.undLeipz. 1765," worinn Einiges anö dem ersten Thcilvon Swedenborgs sl-cons cooloslia übersezt ist.Wegen Herausgabe dieser Schrist mußte sich Octin-gcr vor dem Consistorinm verantworten. „Sie werdenkaum glauben, schreibt er an Swedenborg unterm 7.Oktober 1766, wie viel ich Ihrethalben habe leide,,müßen, daß ich Ihres Buchs ersten Theil, und zwarnur die Vis» übersezt."*) Spater gab Oetingcr nochheraus „Schreiben von einer angeblichen Vermittlungdeö Streits zwischen dem Gothenburgischen Consistorinmund zwischen den beiden Verfechtern der Swedenborgi-schen Lehre. Franks, und Lcipz. 1776." Und „Beur-thcilungcn der wichtigen Lehre vom Zustand nach demTode und der damit verbundenen Lehren deö berühm-ten Emanuel Swedenborg. Ebendas. 1771." DaS Con-storium war hierüber sehr erbost und brachte es dahin,daß von Seiten dcS Geheimeraths ein Befehl anOctinger erging, er sollte Swedenborg, wenn er käme)nicht aufnehmen.**) UcbrigenS war Oetingcr keines-wegs in allen Dingen mit Swedenborg einverstanden,waö man aus den Einwürfen sieht, welche er in sei-nen Briefen an Swedenborg demselben macht.
Nach Oetingcrö Tode ward der Swedenborgianis-inuS lange Zeit in Deutschland vergessen, bis er inneuerer Zeit wieder in Württemberg zu Ehren kam.Der UniversitätSbibliothckar v. Tafel zu Tübingen be-gann nicht nur die Uebersezuug der Werke Sweden-
') s. Tafel S 350.") s. Tafel Uek, ebendas. 37t.