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3 (1912) Europa III : Niederlande mit Belgien und Luxemburg, Grossbritannien und Irland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Russland, Österreich-Ungarn
Entstehung
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Tafel 96.

Oesterreich I.

1. Länder der österreichisch-ungarischen Monarchie.

a) Länder zu Cisleithanien gehörig:

Erzherzogtum Oesterreich: 1. unter der Enns, 2. ob der Enns.

Herzogtümer: 3. Salzburg, 4. Steiermark, 5. Kärnten, 6. Krain.

7. Oesterreichisch-illyrisches Küstenland (Görz, Istrien u. Triest), 8. Gefürstete Graf-schaft Tirol u. Vorarlberg, 9. Königreich Böhmen, 10. Markgrafschaft Mähren, 11. Her-zogtum Schlesien, 12. Königreich Galizien u. Lodomerien, 13. Herzogtum Bukowina,14. Königreich Dalmatien.

b) Länder der ungarischen Krone:

15. Königreich Ungarn, 16. Grossfürstentum Siebenbürgen, 17. Freistadt Fiume, 18. König-reich Kroatien-Slavonien, 19. Bosnien mit Herzogewina.

2. Uebersicht.

Noricum (Oesterreich südlich der Donau, Salzburg, Steiermark u. Kärnten) von denCimbern unterworfen, Papirius Carbo bei Noreja besiegt 113 v. Chr.

Noricum v. dem römischen Proconsul P. Silius unterworfen 16 v. Chr.

Nacheinander Markomannen u. Quaden, Goten, Hunnen, Langobarden, Avaren in denDonauländern, 2. bis 8. Jahrhundert n. Chr.

Karl d. Grosse vereinigt 796 das Land zwischen Enns u. Raab mit dem fränkischenReiche, errichtet die Ostmark (Avarische Mark).

Ungarn (Magyaren) hausen in der Ostmark 907955.

Babenberger herrschen in Oesterreich 9761246, als Markgrafen bis 1156, zugleichHerzoge v. Baiern 11391156, als Herzoge von Oesterreich 11561246.

Steiermark unter Leopold V 1192, Krain unter Friedrich dem Streitbaren (fl246) mitOesterreich vereinigt.

Oesterreichisches Interregnum 12461282. (Mkgf Hermann v. Baden, Prätendent,fl250. Ottokar v. Böhmen erobert Oesterreich 1251, Steiermark 1260, erbtKärnten 1269, f. auf dem Marchfelde 1278).

Habsburger herrschen in Oesterreich 12821780.

Der Habsburger Albrecht in Oesterreich, Steiermark und Krain, Meinhard v. Tirol inKärnten 1283.

Kärnten 1335, Tirol 1363, Freiburg mit dem Breisgau 1386 an Oesterreich.

Teilung der Länder 1379: Albrecht III stiftet die österreichische Linie, Leopold III diesteiermärkische Linie (erwirbt Triest 1382).

Albrecht V, als deutscher K Albrecht II, erwirbt 1438 die Kronen v. Ungarn u. Böhmen.

Mit seinem Sohne Ladislaus Posthumus erlischt die österreichische Linie 1457.

Die Habsburger verlieren Ungarn u. Böhmen, sowie die Stammlande in der Schweiz.

Die Habsburger erhalten ununterbrochen die deutsche Kaiserkrone 14381740.

Oesterreich zum Erzherzogtum erhoben 1453 6 /i-

Maximilian I erwirbt 1477 die Niederlande, vereinigt Tirol mit Oesterreich 1490.

Vereinigung Oesterreichs mit Spanien 1519. Teilung des Reiches 1521.

Ferdinand I, Erzherzog v. Oesterreich 1521, erwirbt 1526 die Königreiche Ungarn u.Böhmen nebst Mähren, Schlesien u. Lausitz, fl564.

Ungarn zum Teil an K Johann v. Zapolya abgetreten 1538, f 1540. Türken in Ungarn.

Teilung der österreichischen Lande 1564: Maximilian II in Oesterreich, Ungarn u. Böhmen,Ferdinand in Tirol u. Vorderösterreich, Karl in Steiermark, Kärnten, Krainu. Görz. Linie Tirol erlischt 1595.

Verbreitung des Protestantismus unter Maximilian II (J-1576), Reaktion unter Rudolf II.

Die zweite österreichische Linie erlischt 1619.

Ferdinand II v. Steiermark in Oesterreich, Böhmen und Ungarn ; sein Br Leopold V inTirol u. Vorderösterreich. Tirol an Oesterreich 1695.

Lausitz an Sachsen 1635, Elsasz an Frankreich 1648 abgetreten.

Belagerung v. Wien 1683. Ungarn Erbreich, mit Siebenbürgen verbunden 1687.

Die kleine Walachei, das nördliche Serbien, ein Teil v. Bosnien erworben 1718.

Die Niederlande, Mailand, Mantua, Neapel u. Sardinien erworben 1713.

Sardinien gegen Sizilien ausgetauscht 1720. Neapel u. Sizilien an Spanien 1735.

Parma u. Piacenza erworben gegen einen Teil der Lombardei 1735.

Kleine Walachei, Serbien und Bosnien an die Pforte abgetreten 1739.

Schlesien nebst Glatz ohne Teschen, Jägerndorf u. Troppau an Preussen 1741.

Haus Habsburg erlischt 1740. Lothringer herrschen in Oesterreich seit 1780.

Nebenlinien der Lothringer in Toscana u. Modena seit 1765.

Galizien u. Lodomerien erworben bei der 1. Teilung Polens 1772, Bukowina 1775, dasInnviertel 1779 erworben.

Westgalizien bei der 3. Teilung Polens erworben 1794.

Lombardei u. Niederlande abgetreten, Venedig erworben 1797.

Trient und Brixen erworben 1803. Kaisertum Oesterreich 1804.

Vorderösterreich, Tirol, Dalmatien, Istrien u. Venetien abgetreten, Salzburg erworben1805.

Salzburg, Innviertel, westliches Kärnten, Krain mit Görz, Triest, Kroatien am rechten Uferder Sawe, Westgalizien u. ein Teil v. Ostgalizien abgetreten 1809.

Das lombardisch-venetianische Königreich, die früher abgetretenen Erblande nebst Dal-matien erworben, Nebenlinien in Toscana u. Modena wieder eingesetzt 1814.

Erzherzogtum Oesterreich, Steiermark, Kärnten, Krain, Görz, Triest, Tirol mit Trient,Brixen u. Vorarlberg, Salzburg, Böhmen, Mähren, Oesterreichisch-Schlesienim deutschen Bund 1815.

Krakau erworben 1846. Aufstände 1848, 1849. Lombardei abgetreten 1859.

Oesterreich erwirbt in Gemeinschaft mit Preussen die Herzogtümer Schleswig-Holstein U.Lauenburg 1864. Lauenburg an Preussen abgetreten 1865.

Schleswig-Holstein an Preußen, Venetien an Italien abgetreten 1866.

Oesterreich aus Deutschland gedrängt 1866. Dualismus der österreichischen Monarchie:Cisleithanien u. Ungarn.

Besetzung und Verwaltung der türkischen Provinz Bosnien 1878.

Bündniss mit Preussen 1879, Dreibund 1883, Annektierung v. Bosnien 1908.

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