Druckschrift 
23 (1812)
Entstehung
Seite
137
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Wie erstaunte mancher deutsche Staats-rcchtslchrcr, dessen Scharfsinn eine solcheRevolution in der Verfassung des deutschenReiches nicht gcahnet hatte! Was konnte dasbisherige Oberhaupt desselben thun? Solltees sich, durch den erst gccndigtcn Krieg nochentkräftet, der Gefahr eines neuen Kriegespreisgeben, um seine bisherigen Rechte einesdeutschen Kaisers zu' behaupten? Hatte esnicht, wie es den Titel eines Kaisers vonOeftreich annahm, eine solche Vcrändrungschon vorausgesehen? Der Kaiser hätte es,(so sagte er in seiner Abdankungs-Urkundevom 6. Aug.) bep der nun vollendeten lieber-zcugung von der gänzlichen Unmöglichkeit,die Pflichten des kaiserlichen Amtes langer zuerfüllen, seinen Grundsätzen und seiner Würdeangemessen gefunden, einer Krone zu entsa-gen, die nur so lange für ihn einen Werthgehabt hätte, als er durch das ihm bezeugteVertrauen der Ncichsstände im Stande ge-wesen wäre, den übernommenen Obliegen-heiten Gnüge zu leisten. Diese Erklärungwurde ( 12. Aug.) den Ncichstagsgcsandtcn,durch den öflreichischcn Minister, in ihreWohnung geschickt. So erfuhr das deutsche

Reich,