Druckschrift 
21 (1809)
Entstehung
Seite
154
Einzelbild herunterladen
 

sche Adjuvant, der die von dem Grafen vonWartensleben unterzeichnet- Capitulation über-bringen sollte, nahm einen Umweg. Darüberbrannte die ganze Judengasse ab; auch wurdean Waarenlagcrn ein großer Schaden verur-sacht. Die Stadt mußte nun den Franzosennoch 6 Millionen Livres baar, und 2 Mil-lionen in Naturalien, geben. Wartenslebenzog sich über Aschaffsnburg nach Wirzburg.Er konnte den ihm nachrückenden 50—60,000Franzosen kaum halb so viele Leute entgegenstellen. Dies nölhigte ihn, über Forchheim,sich nach der böhmischen Gcänze zurückzuzie-hen. Jourdan ließ sich nun von der StadtNürnberg 2-/2 Million Livres zahlen.

Der Erzherzog Karl konnte dem Grafenvon Wartensleben keine Hülfe leisten. Erbefand sich selbst in einem sehr lebhaften Ge-dränge. Nachdem er, durch äusserst ange-strengte Märsche, am z. Jül., bey Karlsruheangelangt war, fieng sich bald eine Reihe vonGefechten an, die sich meistens zum Nachthcileder Sestreicher endigten. Schon nach einigenTagen (am 5. Jul.) ward la Tour von Mo<reau aus seiner Stellung bey Nastadt an derMurg verdrängt. Vier Tage später siegte zwar

der