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zwischen den Eidgenossen nnd Maximilian entbrannte. Schon zwei Jahre vorherhatte der Krieg gedroht, und damals war Konrad unter den eidgenössischenBoten beim Könige in Innsbruck gewesen, nnd hatte ihm ans seine Drohung:„Würdet ihr dem Reiche ungehorsam sein wollen, so will ich selber euch ansenerm Erdreich aufsuchen und ihr sollt mich unter den vordersten sehen," ent-gegnet: „Das kann ich euerer Majestät wahrlich nicht raten, denn wirhaben ein gar grobes und unwissendes Volk. Ich besorge, es würde selbsteuerer Krone nicht schonen."
Seinen Erben hatte er eine unangenehme Angelegenheit hinterlassen, dieum derselben willen am 21. Mai 1499 9") vor Bürgermeister nnd Rat er-scheinen mußten. Auf der einen Seite standen die Anwälte und Gewalthaberder Propstei, auf der andern Bürgermeister Hans Trüllerah von Schaffhausen,namens seiner Gattin Agnes Schwend, deren Schwester Frau Margaretha amStad, ihr Sohn Konrad am Stad, des Rats zu Schaffhansen und UlrichMeyer, als Vogt des Hans Schwend, Bruders der genannten Frauen. Derverstorbene Bürgermeister nämlich, der Bruder von Agnes, Margaretha nndHans, hatte für seine am 5. Oktober 1480 verstorbene Mutter, Frau Klaravon Reischach ein Begräbnis zwischen Felix- nnd Regula-Grab und demZwölfbotenaltar in der Großmünsterkirche angeordnet, und obwohl von jederLeiche, die im Kreuzgang, in der Frauenkapelle oder in der Münsterkirche be-stattet wurde, 20 fl. an den Stiftsban zu entrichten waren, nichts gezahlt. Erhätte damit immer gezögert und vorgegeben, er müsse warten, bis seine Schwesternnach Zürich kämen, um mit ihnen darüber zu reden. Die Erben wollten durch-aus nichts geben, da ihnen dieser Brauch unbekannt sei, und die Propstei wohlnicht so lange gewartet hätte, wenn Bürgermeister Schwend wirklich etwasschuldig geblieben wäre. Nichtsdestoweniger aber verurteilte sie der Rat zurZahlung der 20 fl.
Daneben aber ehrt es Konrads Andenken, wenn wir vernehmen, daß erin seinem letzten Willen das Siechenhans an der Spanweid, das Kloster Öten-bach und die St. Gilgenkapelle bedacht hat. 93) Seine Witwe Anna von Breiten-landenberg überlebte ihn um ein Menschenalter, erst zwischen 1532 und 1535fand sie hochbetagt ihre letzte Ruhe. 9H
92) Urk.-Smmnl. der Antiq. Ges. 447.
99) St.-A. Zürich, Ratsmannalc.
9«) ^ st) Mch Vögclin, Das Alte Zürich I x. 454 war Konrads Sohn Hans,. Ka-plan am Großmünster, nach Konventherr zu Einsiedel», der zwei Mütt Kernen nnd ei»Maller Haber ans sein Haus im Nicdcrdorf, genannt Schwendcncgg, wohin wohl nach demTode des Bürgermeisters Heinrich Schwend, von dem im folgenden Abschnitt die Rede seinwird, Konrad vom Schivcndcnturm übergesiedelt war, gesetzt nnd geordnet hatte, daßalle Fronfasten aus dieser Stiftung Brot gebacken und unter die Armen verteilt werde,was auch bis 1798 regelmüßig geschah. Von dieser Stiftung erhielt das Schwendenegg