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Unterhaltungen für gläubige Seelen
Entstehung
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22. Gedanken unter dem gestirnten Himmel.

^ie Nacht mit schattigem Gefieder,senkt sich am Horizont herab;der blaßc Mond blickt ans mich nieder,der einsam mir oft Tröstung gab.

Des Lebens bnnt gemalte. Freuden,verschwinden mit der Dunkelbcit;des Lebens Lasten, Mich' und Leiden,entfliehn in die Vergessenheit.

Dn ziehest vor der Tborheit Scene,Allgütiger! den Vorhang hin,damit ich mich zum Ernst gewöhne,und Deines Seegens fähig bin!

Es wallt mein Herz mit heißem Sehnendort, über jene goldne Saatzu Dir hinauf, wo meine Thranen,Erhorung oft getrocknet hat.

O trockne Du auch diese Aähre!Du kennst daS Herz, das sie gebärt!Sie heischt mein Heil und deine Ehre!drum sey sie deinen Augen werth,

Sey Du der Führer meines Lebens!und bleibe Du, o Gott, mein Theil!ich bin Dein Kind! und nie vergebens,bat ich Dich um mein Wohl und Heil!

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