204 III. A b t l) e i l u n g.
16. An die wahre Freude.
Du, die auS dem Himmel,und göttlich hohen Ursprungs ist!
Du, die im lauten Weltgetümmeldas taumelnd trunkue Herz vermißt!
Ach! allzu oft verkennendie Menschen Deinen hohen Werth!denn wo der Wollust Opfer brennen ^da wird Dein Adel nur entehrt.
Du stichst die bunten Reihen;wo eitle Lust die Losung ist —wo Ueppigkeit und TandelcyenDaS arme Herz vor Dir verschließt.
Denn nur den sanftcrn Seelen,nahst zur Beseligung Du Dich;
Die, welche sich mit Dir vermalen,entziehn den schnöden Lüsten sich!
Du kehrst in niedrer Hütteoft lieber ein, als im Pallast,in dessen schimmervollcn MitteDu selten Deinen Liebling hast.
In unentweihter Stille,besuchest Du den Frommen gern,und beutst ihm Deiner Wonnen Fülleund zeigst den Himmel ihm von fern.