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Unterhaltungen für gläubige Seelen
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192 III. A b t h e i l u n g.

c). Ueber Hohelied Salom. 1,7.

Sage mir an Du, den meine Seele liebet, wo Du weidest,wo Du ruhest!-

9)?ein Ei» und Alles ist der Freund,

den meine Seele liebet.

O! die ihr Jcsnm sucht und meynt,

und euch um ihn betrübet,

und weinet, wie's Marin thnt,

als sie den Unerkannten bat,

den Heiland ihr zu zeigen.

Kommt! weint mit mir im heissen Drang

der Sehnsucht und der Liebe!

Laßt uns ilm suchen lebenslang,

im zärtlichsten der Triebe;

Laßt uns ihn suchen, bis Er spricht:

Sey still, mein Sohn, und weine nicht;

Erkenne mich im Glauben!

Ich bin schon Dein! ich habe mich

,,mic Dir verlobt im Glauben!

Ich liebe Dich, und halte Dich!

Dich soll mir Niemand rauben!

Hier mach ich Dir das Herz erst rein,

denn reines Herzens mußt dn scyn,

wenn du mich einst sollst schauen!

Harr' nur an meiner Grabe Statt',

im Blick auf meine Wunden,

bis dir der Morgen-Stern aufgeht,

nach dunkeln Traner-Stnndcn!

Dann sollst du mich im hellen Licht>der ewig lebt von Angesichtzu Angesicht erkennen.

Sei