zz6 V. Cap. Etwas über
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Und dis ist eine neue Quelle von außen, aus wel-cher dem Glaubigen hidniedcn mancherlei Leiden zu-stiesscn, wodurch die Nachfolge Jesu zu einem Kreutzes-Wege wird. Es gehet so ganz natürlich zu, daß wirin unzähligen Dingen mit der Welt in Collisionen kom-men müßen, daß es vielmehr ein schlimmes Zeichenwäre, wenn wir dergleichen nicht erführen, und unserChrisienrhum und den Glaubens-Pfad, ohne allen An-stoß, ohne Widerstand von den Weltlichgesinnten, zutreiben und zu gehen uns rühmen wollten. Ach nein!Ein jeder, der sich von Herzen zum Heilande bekennt,seinen Sinn angenommen, und sich zu einem wahrenheiligen Leben, Sinn und Wandel, vor Gott hingege-ben hat, muß eS für sein Theil erfahren, daß ihn dieWelt hasset, darum, weil, wie der Heiland sagt, ernicht mehr ihres Theils ist, und weil die Welt nurdas Ihre lieben kann — Jvh. 15, 19. so wie Gegcn-theils die Frommen nur Lust an den Frommen haben.Sprw. 14, 9. daß wir darum in der Welt mancherleiAngst, Noth und Widerstand erfahren müssen, so baldwir uns ihr nicht mehr gleich stellen, sondern durch dieGnade verändert sind, durch Verncuerung unseres Sin«lies, Rom. 12, 2.
Z.
Wir dürfen zwar nicht mit der Welk, doch abermüssen wir in derselben leben; Die verschiedenen irdi-schen Berufungen und Bestimmungen, die wir haben,machen daher wegen der unvermeidlichen Verbindungenmit der Welt, den ungestörten Fortgang auf dem Le-bens-Wege dem Einen freilich leichter, als dem andern.Mancher muß oft Zeitlebens mit Menschen in Verbin-dung seyn, die wegen ihres weltlichen Sinnes und We-sens, ihm seinen Sinn und Gang ganz ungemein er-