Annahme des Rufes der Gnade« ivz
ist und lebt, das Leben hat. Daher nehmen wir alle,auch da schon, wenn wir Jesinu noch nicht kennen undlieben, aus seiner Fülle, Gnade, Leben und Wohlseyn.Syr. 34, 2v. A>st. 57, 25. Aber als das ewige Leben,das auS Gott ist, theilt er sich nun den Seinen, dieihn suchen und lieben, und im Glauben sich mit ihmverbinden, — die ihm durch die Liebe anhangen, undein Geist mit ihm sind, 1 Cor. si, 17. denen theilt ersich auf eine innigere Art mir. Bon diesem Le-hen beißt cS: Wer an den Sohn glaubet, der hat dasLeben. Jos. 4, 15. Cap. 6, 54. Wer den Sohn GotteShat, der hat das Heben. r Joh. 12, 20.
Der Heiland nennt sich selbst das Leben, Job. 11,2 5.Cap, 14, 6. Joh. 8, 12. Joh. 6, 54. und dafür erklä-ren ihn auch seine Jünger und Apostel, Col. z, 4.Plstl. 1, 21, Joh. z, 4. besonders sagt Johannes vondem im Fleisch geoffenbahrten Worte »das Lehen, dasewig ist. 1 Joh. 1, 2,
§. 2O.
Diese Kraft des LebenS auS Gott, in Jos', ist nuneine Frucht, Wirkung und Mittheilung seines Geistesin uns, welchen die Welt nicht kann empfahcn, nocherkennen: nur die, welche Jesu angehören, kennen ihn;denn er ist und bleibt in ihnen — Job. 14, 17,
Die Worte des Heilandes: Werdet ihr nicht essendas Fleisch des Menschcnsohnes, noch trinken sein Blut,so habt ihr kein Leben in euch, Job. 6, 54. zeugennun von der höchsten und innigsten Verbindung derGläubigen mit Christo, durch die sie seines Lebens theil-haftig werden. Diese Worte bleiben aber der Vernunft,und dem Weltmenschen ein Rathftl; Und nur in derVereinigung durch den Glauben mit Jesu, können wirsie verstehen lernen — können wir zur Erfahrungs-Erkenntnis der Worte Pauli gelangen: Christus ist meinLeben! Phil. 1, 21, Ich lebe, aber doch nun nicht ich.
G 4