Annahme des Rufes der Gnade. 97
H. 12.
Das erste und größte Zeugnis von Jesu, bat Jo-hannes abgelegt, als er mit Fingern auf ihn wies>und sagte: Siebe! das ist Gottes Lamm, welches derWelt Sünde tragt! Job. i, 29., Er stellet ibn derWelt, als den Heiland und Erlöser dar; als den ewigenund wabren Gott; als den Schöpfer aller Dinge; —als das Leben und das Licht der Menschen; als dieunendliche Fülle Gottes, an Weisheit, Kraft, .Heilund Leben und 'Seeligkeit, aus der wir Gnade umGnade schöpfen und nebmcn sollen: Joh. 1, 1 - 18.Seelig! seelig! wer mir einem gläubigen und nach Jesuverlangenden Herzen, die bohcn göttlichen Zeugnisse vonJesu annimmt, und sich zu ihm hinweisen last! Wahr-lich er wird Hülfe, Trost, Sättigung, Ruhe der Seelefinden, und erfahren, daß Gott, der uns seinen cin-gebohrnen Sohn gab, uns in ihm auch alles schen-ket; Rom. 8, 32. überschwenglich über alles, was wirbitten, und verstehen. Epb. Z, 2-0.
§. 13-
Doch wir wollen zu den eigenen wörtlichen Zeug-nissen Jesu von sich, eilen! Haben Anderer Zeugnissevon Ihm, etwas über Dein Herz vermocht— bist Dunach Ihm, und nach Deinem.Heil in ihm, begierig wor-den, so muß Dein Herz vollends entbrannt nach ihm, undnach der Wahrheit, die das Leben ist, werdenwenn Er selbst mit Dir redet, Luc. 24, 32. und Dirsagt, was Er für Dich ist, seyn, und Dir geben will.
Er spricht: ich bin kommen, die Sünder zur Bußezu rufen: Matth. 9, 13. Ich bin kommen, daß siedas Leben und volle Gnüge haben: Joh. 10, 11. Ichbin kommen in die Welt, ein Licht, ans daß, wer anmich glaubet, nicht in Finsternis bleibe; Joh. 12, 46.Ich bin kommen, nicht daß ich die Welt richte; son-dern, daß ich sie seelig mache: Joh. 12, 47. Ich bin
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