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Unterhaltungen für gläubige Seelen
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Veranstaltungen Gottes zum Heil d. M. 87

uns, bedienet. Mit einem Wort, wohin wir uns wen-den, in welcher Lage wir immer seyn mögen, so kön-nen wir versichert seyn, daß der liebe Heiland unSnachgehet, und sich aller möglichen Mittel bedient, nmuns mit Liebe nnd Erbarmen zu sich zu ziehen. ESist kein SündenhauS, kein durch Lasier geschändeterOrt, keine noch so bbse Gesellschaft u. s. w-, wo derHeiland nicht schon Seelen für sich geworben hatte, undeS isi auch hier anwendbar, was David voll Erstaunenüber die unbegreifliche Allgcgcnwart und Vorsorge Got-tes ausruft: Wo soll ich hingehen vor Deinem Geist?wohin fliehen vor Deinem Angesicht? führe ich genHimmel, so bist Du da, bettete ich mir in die .Holle,so bist Du da; Nähme ich Flügel der Morgenrothe,und bliebe am äußersten Meer, so würde mich dochDeine Hand daselbst finden, und Deine Rechte michhalten; Ps. izy, 8. y. 10.

§. 24.

So groß nun das Erbarmen Jesu ist, so unennüdctsein Rufen und Locken, so unbeschreiblich die Mühe undTreue ist, mit welcher er sich ohne Aufhören, für dasHeil der gefallenen Menschheit, und für die Errettungeines jeden Sünders insbesondere verwendet; sotrostvoll diese Wahrheit für jedes arme Schaflcin ist,welches sich so weit von Jesu verirret zu haben meint,daß ihm keine Hülfe und Rettung mehr übrig sei, so er-quickend und ermunternd diese Betrachtung der Liebe Jesuunv seiner Geduld und Langmnth, für das Herz seinerbegnadigten Kinoer isi, die bei aller Sehnsucht der Seele,ihrem Heilande in unverrückter Treue nachzufolgen undanzuhangen, aus Schwachheit und Gebrechen ihn den-noch so oft durch Abweichung und Untreue betrüben,nnd die Hofnnng ihres BleibcnS in Jesu, nur auf dieGlaubenszuvcrsicht gründen können, daß unsere Un-treue, seine gbttliche Treue nicht aufhebet, 2 Tim.

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