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Zwei Stimmen über Leichen-Hallen, zur Würdigung für Menschen-Freunde
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5m Sßcrfctg führt ber SSerfaffer eine Keihe ber neuem Seit ange=hörige, erwiefene S£l)fltfad)en an, wie meift folche 5ebcn, ber fid) füreine fo f)öd)ft wichtige ©ache intereffirt, feponbefannt finb, oon benenaber bod) ein ffieifpiel einer Kranff)eit, bie in ©tarrframpf übergebt,hier an feiner ©teile flehen mögte, obgleich baffelbe als! eine pöchftfeltene ©rfdjeinung betrachtet werben muß, welches bie ^Berliner Leitungoom 4. 5uni 18122 mittheilt: _

»5in ©ecember 1812 wirb baS feit längerer Seit neroenfehwabhe»gräulein SR. in <3. oon einer bebeutenben Kranhheit befallen, bie in»©tarrframpf übergeht. Stoei 2 £er$te itnb bie SSerwanbten halten fte»für tobt, ein britter aber, unb bie 502utfer behaupteten ba§ ©egentpeil.»Seijterc nimmt baS lebtofe 5Räbd)en in ihrellrme, wärmt cSSEagunb»91acht mit ihrer eigenen Körperwärme, unb trennt [ich nur nothgebrun*»gen auf einige SJZinuten oon bemfelben. ©rff nach 9 SBocpen bewegt»baS fd)eintobtc 9Räbd)en bie Ringer, unb fef>rt enblich inS Sehen wie*»ber jutücf, erlangt aber erfl nach 5 SKonaten feine ©pradje wieber.»©einer felbft fich bewußt, ängfiefe eS allein ber ©ebanfe: obbieSRutä»ter jtanbpaft auSharren würbe, als 2llleS in fte ftürmte, bie tobte Sod);»tcr bod) ju oettaffen. ©iefe lebt unb genießt feit 1813 ber ooUfom*»ntenften ©efimbpeit auf betn ©ute ihrer waefern, noch jefct (1822) oon»ihr unjertrennlichen SSRutter.«

fRocp fügt ber SSerfaffer ber angeführten Schrift fnnju: »wie oie*len Kinbern unb grauen mag cS fo ergangen fein! ©enn bei ihnen,in benen baS SReroenleben am meiften ju ©etraoaganjen biSponirt ift,entfieht unb täufcht ber ©epeintob am mciffen.«

©er Skrfaffer fagt weiter: »ber SBeifpielc üon lebenbig ^Begrabenenftnben fich sine große SIRenge oor, oon benen einige ber ©rbieptung an=gehören mögen, anbere jebocl) unwiberfprecplich ben ©tempel ber 2Bal)r=i)cit an fid) tragen, ©iefe SBeifptele würben fich in baS Unglaublicheoermehren, wenn mehrere 5apre hinburch alle $£obtc einige Seit nachber SBeifefcung wieber auSgegrabcn worben wären, ©chon Äobtcngräberwürben in ben älteflen Seiten burd) bie oerfefjrte Sage ber ©d)äbel, berSBrüdjc bcrfclbcn, bie abgenagten 2Crme unb Jpänbe unb bie auSgefrap;tenRügen u. f. w. aufmerffam, fpäter finb aber namhafte gällc burd)bie ©röffnung üon SEobtengrüften außer Smeifel gefept worben.«SBeiter heifät eS: »5eber, ber biefeS lieft, möge eS einmal ocrfuchen,fid) in bie Sage eines folcpen Unglüdflicpen pineinjubenfen man oer*mag baS fatim. ©er ©ebanfe, oon bem ÜRächftcn, waS man auf berSBelt hatte, eingemauert ju fein, bie ©ewißheit in bem engen SRaumeflerben ju rnüffen,'hrenb in jeber anbern gefahroollcn Sage beS SebenSnoch ein ©offnungSfuttfe ben SD?utb aufrichtet, unb bem lebten Rügen*bliche baS ©cprecflidifte benimmt, läßt fich gar nicht in feinen quälenben©injelßeiten oerfolgen.« gerner: »33on biefent ©tanbpunfte auS möchteich nun auf baS, waS bieSeicpemlpallcn feit furjem geleiffet haben, unbnamentlich auf baS Kinb oerweifen, welches ju SRünchen im Seid)cn*fbaufc im ©arge aufftanb, unb mit ben SBlumen fpielenb, welches ihmbie ©Itcrn jpir ©eite gelegt hatten, angetroffen würbe. ©leicpermaßenwar mir bieUlacpricpt, baß in Sftewporf oon Swölfpunbert 51 t ^Begraben*

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