Z8o
5000 Scudi unter die Armen austheilte, aufBefehl des PabsieS im Gefängnisse erdrosseltwurde, weil er, wie man ihm Schuld gab,einen Banditen hatte entwischen lassen.
tP .'-a . V-s
Einen noch auffallendern Beweis seinerunerbittlichen Strenge, gab Sixtus V inAnsehung des Prinzen Ranuccio Farnese.Das Haus Farnese hatte sich seiner Erhe-bung auf den pabstlichen Stuhl, des Carbi-»als Farnese wegen, lebhaft entgegengesetzt.Doch Alexander Farnese, Herzog von Parma,der dem Könige Philipp II gegen die Nie-derlander so wichtige Diensie leistete *), derdie calvinischen Ketzer so tapfer bekämpfte,konnte den Vater, den Herzog Qtavio, wohlberechtigen, die Entfernung der spanischenBesatzung von Piacenza zu verlangen. Phi-lipp II bewilligte sie endlich auch, aber nurin der Stille, damit der Pabst mit seinenAnsprüchen auf Piacenza nicht wieder hcr-vsrrücken möchte. Alexander Farnese wardalso nicht allein Herzog von Parma, sondern
ex
*) Theil X, Kap. 15.