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ängstlich erzog, dass er ihn beständig vonzwey Aerztcn beobachten ließ. 'Aber der gcist-volle und lebhafte Prinz überließ sich, alser sein eigner Herr war, den sinnlichen Ans»schwcifungcn ohne alle Einschränkungen. In»dessen erhielt er doch Ruhe und Ordnung inseinem Lande. Politisch schlau, stand er baldmit Spanien, mit welchem er durch seineHcyrath mit einer Tochter Philipps II inVerbindung stand, theils mit Frankreich, imEinverständnisse. Das lctztre konnte ihnnicht hindern, (1588) zum Besitze der Mark-grafschaft Saluzzo zu gelangen, die ihm Hein-rich IV für den Bezirk von Dresse endlich(1602) abtrat. Hierdurch wurde Frankreichvon Italien gleichsam abgeschnitten. Ein fürdie Ruhe des letzter» sehr günstiger Umstand!Der thätige und entschlossene Karl Emanuelmachte den Plan, die Stadt Genf durch eineUebcrrumpelung wieder in seine Gewalt znbringen. Schon hatten (1602) seilte Trup-pen die Mauern der Stadt erstiegen, als sienoch zn rechter Zeit entdeckt, und von denbraven Bürgern zum Rückzüge gcnöthigtwurden. Bis in die neuesten Zeiten hat man
das