Druckschrift 
11 (1803)
Entstehung
Seite
272
Einzelbild herunterladen
 

272

getragen hattt, entdeckte er ihn zuerst seinerStiefmutter, Luise von Coligni, einer äus-scrst klugen Frau, deren Tugend und Standshastigkcit manche Prüfung des Unglücksausgehalten hatte, die Moritz in seinenwichtigsten Angelegenheiten zu Nathe zog.Luise machte ihn, mit der beredtesten Sorg-falt, aus das Gefährliche seines Planesaufmerksam, und theilte, als er ihn dcmun-geachtet nicht aufgeben wollte, dem MinisterBarnevcld mit. Dieser wendete vergeblichalle Mühe an, um ihm die traurigen Fol-gen, denen ihn die Ausführung dieses Pla-nes aussetzen könnte, recht lebhaft zu schil-dern. Allein Moritz gieng, nur zum Scheine,von seinem Plane, wieder ab. Er ver-stellte sich wie bisher, wahrend daß er aufalles, was denselben befördern konnte, auf-merksam blieb. In dieser Rücksicht schienenihm auch die damahligen Neligionszänke-rcyen der Holländer wichtig.

Die Staaten von Holland hatten dieweise Duldsamkeit bewiesen, allen Religions-sectcn innerhalb ihres Gebiethes eine Zu-flucht zu gestatten. Handelsintresse war

das