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Nicht der Absicht, eine Wiedervereinigungbeyder Neligionsparthenen zu bewirken; sierrug vielmehr dazu bcy. daß die Scheide-wand Wische» denselben nur noch höherwurde. Denn da der Kaiser und die katho-lischen Stände die Decrcte derselben allmäh-lig annahmen, so bekamen sie dadurch einenscheinbar gerechten Vorwand, ihre protestan-tischen Mitbrüder zu verfolgen.
Ferdinand I, und sein Nachfolger Maximi-lian II, bewiesen noch viele Duldsamkeit gegendie Verehrer Luthers und Calvins. Ferdi-nand wünschte, die Katholiken und Prote-stanten wieder vereinigen zu können. DerInformator seines Sohnes Maximilians IIwar lutherisch gesinnt. Maximilian hatteeinen heimlichen Lutheraner zum Hofpredi-ger. Da er von seinen Standen mancheGelduntcrstützung forderte, so mußte er sichauch in Ansehung ihrer Neligionsmenuun-gen nachgiebig beweisen. Er mußte ihnen(1570) Rcligionsfreyhcit versichern, undein Cousisiorium bewilligen. Seine Duld-samkeit ermunterte die protestantischen Reichs-sürsten in Niedersachsen und Wcstphalcn,
sich