Druckschrift 
11 (1803)
Entstehung
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Sicgmund war, unter der Aufsicht seinerMutter, bis in sein siebentes Jahr voneinem katholischen Geistlichen erzogen wor-den. Hierauf hatte er zwar einen Luthera-ner zum Lehrer bekommen; aber Katharinesorgte dafür, daß es ihm nie an katholischenUnterricht fehlte, und der luthcrsche Hof-meister Grothauscn befand sich zu wenig imStande, die Jesuiten von seinem Zöglingezu entfernen. Der Herzog Karl und dieRcichsständc hatten also Ursache genug,wegen Siegmunds Eifer für den katholischenGlauben besorgt zu fcyn. Sie fanden esdaher für nöthig, noch vor seiner Ankunftaus Polen (159z Febr.), in einer großen zuUpsala gehaltenen Synode, den Neligionszu-stand, wie er zu Gustavs Zeiten gewesenwar, feyerlich bestätigen zu lassen; dochschaffte man noch einige bisher vcrstattctepabstliche Kirchcugebräuche, z. B. die weißenOpferhcmdcn der Priester, die Bischofsstabe,und die Scelmessen, ab.

Die Besorgnis, die man wegen Sieg-munds Neligionsgesinnungen hegte, wurdenur zu sehr gerechtfertigt. Aber Sicgmund

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