Druckschrift 
10 (1802)
Entstehung
Seite
340
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eben so wie den Herzog von Anjou (den chc-mehligen Alencon) und den König von Na-varra, mit Kaltsinn. Um so leichter glücktenihm seine Bemühungen, sich die Gunst desVolkes zu erwerben. Bürger, Kauflcute,Ncchtsbeamtcn hielten geheime Zusammen-künftc, und bcrathschlagten sich über Staats-und Neligionssachcn. Sic unterschrieben undbeschworen gewisse Punkte, welche der Absichtder h. Ligue angemessen waren. Der sorg-lose Heinrich III erfuhr alles zu spät, ummit Nachdruck entgegenzuarbeiten; auch hatteer, wenn es noch Zeit gewesen wäre, zuwenig Thätigkcit.

Die Folgen seiner Nachlässigkeit zeigtensich in der Ncichsversammlung zu Blois.Fast alle Mitglieder derselben waren Anhän-ger der Ligue. Die Plane des Herzogs wur-den jedoch dadurch vereitelt, daß Heinrich IIIdie Bundesacte selbst unterzeichnete. Manwollte die königliche Gewalt durch einen fort-während versammelten Ausschuß der Rcichs-ständc, also gleichsam durch einen Ncichs-rath, einschränken; durch die Streitigkeitenzwischen den Katholiken und Rcformirten

wurde