Druckschrift 
10 (1802)
Entstehung
Seite
339
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Jungfrauen seines Hofes noch mit Ehrer-biethnng behandelt. Aber der an Geist undKörper geschwächte Heinrich dachte sich inihnen weiter nichts, als Werkzeuge der gro-ben sinnlichen Lust, deren Tugend und Un-schuld er seinen Hoflcuten Preis zu gebenberechtigt wäre. Einen eben so wollüstigenHof, als den französischen, gab es damahlsin ganz Europa nicht. Heinrich III brachtesich dadurch nicht nur um sein Anschn, son-dern auch um die Liebe der Nation. DaSVertrauen des katholischen Theiles derselbenentzog ihm der für die Ncformirtcn so vor-teilhafte Friedensschluß. Die über densel-ben heftig erbitterten Haupter der Katholi-ken schlössen daher einen Bund, eine heiligeLigue, welcher die Absicht hatte, die prote-stantische Religion in Frankreich, nach allenKräften, auszurotten. Dieser Bund standunter der Leitung des jungen Guise, desSohnes des ermordeten Herzoges, den seineFeldherren-Talente eben so sehr, als seinFeuereifer gegen die Hugneuotten, auszeich-neten. Heinrich III liebte ihn ehedem sosehr, daß er ihm seine Schwester Margrcthegegönnt hätte. Aber jetzt behandelte er ihn,P 2 eben