Druckschrift 
10 (1802)
Entstehung
Seite
287
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Feldherren Frankreichs, der Cardinal, alsdas Oberhaupt der französischen Geistlichkeit,ein vorzügliches Ansehn. Der Herzog, durchso manchen seiner Klugheit und seinem Mmthe zur Ehre gereichenden Feldzug berühmt,war unerschrocken, jeder Gefahr trotzend,aber nie die kalte Ueberlcgung verlierend;stolz gegen alle diejenigen, die sich über ihnerheben wollten, aber so gütig und herab-lassend gegen den gemeinen Soldaten undBürger, daß er von demselben allgemeingeliebt wurde. Der katholischen Religionschien er nur deswegen eifrig ergeben, weiler durch dieselbe seine chrgeitzigen Plane zubefördern hoffte. Sein schön gebildeter Kör-per verband Anmuth mit -Würde. SeinBruder der Cardinal arbeitete dem Ziele sei-nes Ehrgcihcs durch Ränke'der Pfaffenpolitikentgegen. Seinem gefühllosen Gewissen warkein Mittel zu feig, zu niedrig. Rachsüchtig,nach den Umstanden bald stolz, bald kriechend,wirkte er durch seine seltene Bcredtsamkeit,durch seinen gebildeten Geist. Man nennteihn den Pabst diesseits der Alpen, so großwar die Menge der Visthümer und Abtepen,die er sich zu verschaffen gewußt hatte. Aber

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