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fand an den Martern seiner Nebenmenschenso großes Vergnügen, daß er sie oft miteignen Händen so lange geiselte, als seineKräfte es ihm erlaubten. Seine Vcrfol-gungssucht artete in Rascrcy aus. EinemHandwerker, welcher den protestantischenGlauben nicht ableugnen wollte, riß er denBart aus, auch hielt er, um ihm einenVorgeschmack des Verbrenncns zu geben, des-sen Hand so lange an das Licht, bis sie ge-waltig beschädigt wurde. Das Schicksal, vondiesem Wüthrich gemartert zu werden, hattendie ehrwürdigsten Prälaten; hatten selbstWeiber. Eine Frau gebahr, von den Flam-men umringt, in der Angst des Todes einKind; der Richter aber ließ es wieder indas Feuer werfen. Bloßer Verdacht, daßman dem protestantischen Glauben ergebenwar, blos der Besitz und das Lesen prote-stantischer Bücher, konnte dem Martyrertodeentgegen führen. Drey Jahre dauerte dieseSchreckenszcit fort, und es wurden wahrendderselben 5 Bischöfe, 21 Prediger, undüber 500 andere Personen verbrennt. Den-noch wurden der Protestanten immer mehr.Philipp, der sich indessen immer verhaßter
machte.