lO5
und daher, als ein treuloser Vasall (weilNeapel ein päbstliches Lehn wa"), wenigstensdas Leben verwirkt hatte. Philipp II, indessen Charakter melancholischer Ernst undreligiöser Aberglaube die Hauptzüge aus-machten, der, von spanischen Münchenerzogen, für den h. Vater eine tiefe Ehr-furcht hegte, fühlte gegen einen Krieg mitdemselben eine merkliche Abneigung, alssein General, der Herzog von Alba, nach-dem er den Pabst, mit dem er lange unter-'handelt hatte, unerbittlich fand, den Aus-bruch der Feindseligkeiten nicht länger zurück-hielt. Seine Truppenabthcilung von 12,000Mann, unter welcher sich viele vom Pabsteverjagte Officiere befanden, hatte die Erobe-rung der Campagna di Roma bald vollendet.Ihre leichten Truppen streiften schon bisvor die Thore von Rom, und der Pabstwar froh, dafi ihn ein Waffenstillstand von6 Wochen so lange rettete, bis der Herzogvon Guise mit seiner Armee von 20,000Mann hcrbcukam. Die Truppen, woraussie bestand, gehörten zu dem ausgesuchtestenKriegsvolke. Es hatten sich an den ruhm-vollen