Druckschrift 
10 (1802)
Entstehung
Seite
55
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den gemeinschaftlichen Vogtcycn sollte aber diedamahligc Kirche V erfassung fortdauern.Nun waren zwar die Kantone verglichen:aber die Gemüthcr nicht miteinander aus-gesöhnt. Taglich kamen neue Beleidigungen,neue Klagen, vor. Zürich und Glaruswollten keinen neuen Abt von St. Gallenwählen lassen. Darüber kam es zwischenihnen, und den katholischen Kantonen, zumKriege. Zwingli begleitete das Kricgsvvlkseines Vaterlandes im grünen Nocke, undfiel (i?zi am ii. Ort.) in der für Zürichunglücklichen Schlacht bcy Kappcl. SeinLeichnam wurde von den erbitterten Feindenschrecklich gcmißhandclt. So starb UlrichZwingli, unstreitig einer der größten Män-ner seines Jahrhunderts, der mit seinemgroßen, vielumfasscndcn Geiste, der ihnvor allen fruchtlosen Grübeleycn bewahrte,eine überwiegende Liebe für die schönenWissenschaften, und für die Tonkunst, einestets heilere und srohe Laune, aber auchnicht wenig Neigung für den Genuß derLebensfreuden, verband. Er war einer dergebildetesten Männer seiner Zeit, und den-noch ganz offen und aufrichtig; und dennoch

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