Druckschrift 
10 (1802)
Entstehung
Seite
48
Einzelbild herunterladen
 

dem feurigen Luther nicht vorsprechen. Manübertrug daher die Ausarbeitung diesesGlaubensbekenntnisses seinem AmtsgenssscnPhilipp Melanchthon. Dieser vortrefflicheMann von Bretten in der Unterpfalz,einer der größten Gelehrten seiner Zeit,der an Luthers Reformation einen sehrthätigcn Antheil nahm, klein, hager, übel-gestaltet, aber noch scharfsinniger als Luther,und weit behutsamer und vorsichtiger, brachtealle diejenigen Glaubenssätze, durch welchesich die neue Lehre von der alten unterschied,in 2g Artikel, bey welchen er diejenigenzum Grunde legte, die Luther einer Für-stenversammlimg zu Torgan übergeben hatte.Luther durfte, des wormser Edikts wegen,nicht nach Augsburg kommen; er blieb daherzu Koburg zurück. Melanchthon reisetehingegen mit seinem Glaubensbekenntnissezur Reichsvcrsammlung.

In der sogenannten Cavitelstnbe, indem bischoflichen Pallaste zu Augsburg, ineiner Versammlung von 220 geistlichen undweltlichen Fürsten, las der knrsachsischeKanzler D. Bayer (izzc, am 25. Zun.)

das