Druckschrift 
10 (1802)
Entstehung
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einen prächtigen Hofstaat hielt, fand es zurWiederansüllung seiner ausgeleerten Casfssehr bequem, mit der Erlasfung der kirch-lichen Strafen einen sehr ergiebigen Handelzu treiben. Nun reifeien entweder Ober?und ttnterablaßcommissaricn herum, oder derAblaß wurde verpachtet. Einen solchenAblafipacbtcr gab unter andern der damahligeKurfürst Aibrecht von Mapnz, ein Prinzaus dein brandcnburgischcn Hause, ab.Die kurmapuzische Easte war durch drey baldhintereinander folgende Sccrbefälle so erschöpft,daß sie die Palliengeldcr des neuen Kurfür-sten, 26 bis zo,oczo Ducaten, nicht auf-bringen konnte. In dieser Rücksicht crtheilteLeo dem Kurfürsten, gegen die Hälfte desErtrages, die Erlaubnis, den Ablaß inDeutschland predigen zu lassen.

Einer der geübtesten Ablaßprcdigcr dieserZeit war Johann Tchel, ein Dominicanerund Doctor der Theologie von Leipzig, dereinen hohen Grad von Thätigkeit undSprachscligkcit besaß. Aber der lcbh.fteMann rechnete auf das in ihm befindlicheMagazin von Sündenvergebung so viel,

daß