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zu seinen Fähigkeiten und Einsichten stieg sohoch, das man ihn in Angelegenheiten seinesOrdens nach Rom schickte.
In Rom, wo damalsss Leo X regierte,sah sich Luther in dem hohen Begriff, dener sich von der Heiligkeit des päbstlichenHofes gemacht hatte, gewaltig getäuscht.Hier erschien ihm der Pabst weit wenigerehrwürdig, wie ehedem. Hier ärgerte ersich über den höchst aussck'wciftndcn Lebens-wandel der römischen Geistlichkeit, die überseine fromme Andacht bey der Messe sichSpöttercnen erlaubte.
Luthers Ansehen stieg, nach seiner Zu-rückkauft von Rom, immer höher. Staupitzverschaffte ihm (1512) die Würde einesDoetors der Theologie. Er übertrug ihmdie Visitation der meisten thüringischenKlöster, die ihn mit gewaltigen Mißbrauchenbekannt machte. Bald wurde seine Auf-merksamkeit aber auf die Mißbrauche desAblaßhandels gelenkt.
Leo X, der Künste und Wissenschaftenbeförderte, herrliche Gebäude aufführte, und
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